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Nach Bombenattentat auf Petersburger Bahnline: Fahnder verhaften verdächtige Neonazis

Von   /  7. Februar 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die Petersburger Polizei konnte an diesem Wochenende Fahndungserfolge in zwei wichtigen Fällen vermelden: In der Nacht auf den 6. Februar verhaftete sie zwei junge Männer, neunzehn und zwanzig Jahre alt, aus Tjumen und St. Petersburg stammend. Sie werden verdächtig, im Dezember an der Ermordung eines Ghanaesischen Studenten sowie am Eisenbahn-Attentat bei der Station „Bronewaja“ am 2. Februar und einem Dutzend weiteren Sprengstoffanschlägen teilgenommen zu haben.

Schon kurz nach dem spektakulären Anschlag auf die Petersburger Vorortszuglinie, bei dem der Fahrer einer Draisine leicht verletzt worden war, tauchte im Internet eine Bekennerbotschaft der rechtsradikalen Gruppierung „Nationalsozialismus – White Power“ auf. Die Suche nach den beiden Verdächtigen erfolgte in erster Linie per Internet. Den Ermittlern fiel auf, dass die beiden Mitglieder der rechtsradikalen Gruppe sich jeweils kurz vor den Attentaten sehr lebhaft auf rechtsgerichteten Foren mit Gleichgesinnten unterhielten.

Mörder legten selbst eine „heisse“ Spur im Internet

Ausserdem waren die Sprengsätze immer in Gegenden gelegt worden, in der Ausländer lebten, wodurch die Männ auch mit dem Mordfall des Ghanaesen am 25. Dezember in Verbindung gebracht werden konnten. Die Mörder legten mit einer Videobotschaft, welche Szenen der grausamen „Hinrichtung“ zeigte, selbst eine heisse Spur. Mit der Zeit gelang es, den Kreis der Verdächtigen enger zu schliessen – und am vergangenen Freitag entschloss man sich zur Verhaftung.

Die Wohnung der beiden Männer wurden durchsucht, wobei die Polizei unter anderem auf „Baumaterial“ für weitere Bomben stiess. Die Verhafteten sind teilweise geständig und werden weiter verhört. Der Gruppe „Nationalsozialismus – White Power“ konnten ausserdem Verbindungen zu einer weiteren Extremisten-Gruppe namens „Slawische Vereinigung – Warjag“ nachgewiesen werden.

www.fontanka.ru

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  • Veröffentlicht: 8 Jahren vor auf 7. Februar 2010
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  • Zuletzt geändert: Februar 7, 2010 @ 3:52 pm
  • Rubrik: Aktuell

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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