Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Bombenanschlag in Petersburger Supermarkt aufgeklärt

Von   /  1. Januar 2018  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

eva.- Das Bombenattentat in einem „Perekrestka“-Supermarkt in St. Petersburg wurde aufgeklärt. Der Bombenleger erklärte der Polizei, er habe auf eine „Sekte“ aufmerksam machen wollen, die in diesem Stadtbezirk ihr Unwesen treibe – nun wird er psychiatrisch untersucht.


Bei dem Attentat im Einkaufszentrum „Gigant Hall“ im Petersburger Kalinin-Bezirk hatte am 27. Dezember insgesamt 18 Personen mittel bis leicht verletzt, die Hälfte wurde bereits aus dem Krankenhaus entlassen. Die Bombe war aus einem Feuerlöscher hergestellt worden und hatte die Sprengkraft von zirka 200 Gramm TNT. Sie war in einem der Schliessfächer im Eingangsbereich des Supermarkts deponiert worden. Der Täter wurde von den Überwachungskameras gefilmt worden und konnte identifiziert worden.

Während des Verhörs gab er an, er habe die Gesellschaft vor den Machenschaften einer „Sekte“ in der Nähe aufmerksam machen wollen. Darum habe er vor der Explosion zwei Flash-Sticks mit Informationen im Geschäft deponiert, was sich als wahr erwies. Gemeint war die Organisation «OOO Zentrum der Möglichkeiten des Menschen“, die ominöse Kurse zur «Verbesserung des Wohlbefindens und der Gesundheit» anbietet. Der geständige Täter wird nun psychiatrisch untersucht.

Supermärkte entfernen Schliessfächer

Der Anschlag hatte internationales Aufsehen erregt. Die verbotene Terrororganisation „Islamischer Staat“ hatte die Verantwortung dafür übernommen, und Präsident Putin klassifizierte ihn schon kurz nach Bekanntwerden als „Terroranschlag“. Die Bombe alarmierte die Sicherheitsbehörden der Stadt, die kurz vor dem Neujahrsfest weitere Anschläge befürchtete.

Unter anderem in den Metrostationen, wo im Frühling eine Bombe explodierte, wurden die Kontrollen verschärft. Die Ladenkette „Perekrestka“ sowie andere Supermärkte begannen nach dem Attentat eiligst, die Schliessfächer in ihren Filialen zu demontieren. Mitte Dezember war bekannt geworden, dass der russische Geheimdienst Attentate während der Feiertage in Petersburg vereitelt hatte.

Bild: Fontanka.ru/ Youtube

www.fontanka.ru

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Terroranschläge in Petersburg mit amerikanischer Hilfe vereitelt

Bombenanschlag in Petersburger Metro – 14 Todesopfer und mehr als 40 Verletzte

2,3 Millionen Russen wegen anonymer Bombendrohungen evakuiert

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Petersburger Gouverneur Poltawtschenko ausgewechselt

mehr…