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Bombenanschlag auf islamisches Lebensmittelgeschäft in Petersburg

Von   /  5. Mai 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Bei einem Anschlag auf einen Laden unweit der Moschee auf der Petrograder Seite sind drei Personen verletzt worden, schreibt Fontanka.ru. Das Geschäft soll das das einzige in der Stadt sein, das Fleischwaren verkauft, die nach den Regeln des Islams zugelassen sind.

Bisher ist bekannt, dass etwa um zehn Uhr vormittags zwei junge Männer die Tür des Ladens „Chaljal“ geöffnet haben, eine Handgranate hineinwarfen und wegrannten. Dann erfolgte eine Explosion, bei der eine Frau und zwei junge Männer verletzt wurden.

Islamische Gemeinde dementiert nationalistisch-religiösen Hintergrund

Obschon ein nationalistischer Hintergrund nahe liegt, dementieren dies die Vertreter der islamischen Gemeinde Petersburgs vehement. Der Laden habe keinerlei Verbindung zur Moschee und besitze auch keine besondere Lizenz für die Zubereitung oder den Verkauf von Fleisch, sagte Kamil Isljaew, Vorsitzender der islamischen Gemeinde Petersburgs.

Solche Geschäfte gäbe es viele in der Stadt, und ihr Sortiment sei im Prinzip völlig alltäglich. Die Besitzer des betroffenen Geschäfts hätten wohl versucht, Kapital aus ihrem Standort bei der Moschee zu schlagen. Aber keinesfalls sollte der Anschlag mit der islamischen Gemeinde in Verbindung gebracht werden – am naheliegendsten sei ein Konflikt unter geschäftlichen Konkurrenten.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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