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Bis 2015 will Petersburg im Stadtzentrum Parkgebühren einführen

Von   /  19. September 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die Petersburger Stadtregierung plant, bis Ende 2015 gewisse Parkzonen kostenpflichtig zu machen – nach einem abgestuften System. Das Projekt hat jedoch einige Schwachstellen. Die wichtigsten Motivationspunkte sind die Entlastung des Verkehrs in der Innenstadt sowie die möglichen Einnahmen, die fünf bis sieben Prozent der Einnahmen für die Stadtkasse ausmachen können.

Die Gebühren werden abgestuft nach einem dreistufigen Tarifplan festgelegt: Die rote Zone kostet 50 Rubel pro Stunde, die gelbe etwas weniger und die grüne am wenigsten. Laut „Moi Rayon“ könnte zunächst nur die rote Zone angelegt werden, die an den prominentesten, bzw. am meisten überlasteten Orten angelegt werden.

Rote Zone vor allem für Kurzparkierer gedacht

Die teuerste Parkzone wird voraussichtlich an den folgenden Orten eingerichtet: Südliches Ende der Petrograder Seite, Admiralteiski-Bezirk inkl. das Gelände um das Mariinsky-Theater und die Isaaks-Kathedrale, sowie der Zentralni Rayon, inkl. Sommergarten. Die Parkfläche ist an den genannten Orten nicht sehr gross, dafür ist sie stark von Kurzparkierern frequentiert, welche ins Theater oder in die Museen wollen.

Die gelbe Zone wird den Zentralni-Bezirk, den nördlichen Teil des Admiralteiski-Bezirk, sowie die Wassili-Insel bis zur 7. Linie erfassen. Die grüne Zone wird im gesamten übrigen Admiralteiski-Bezirk, auf der Wassili-Insel bis zur 22. Linie, sowie in den südlichen Teilen Wyborger und des Kalininski-Bezirks entlang der Newa angelegt.

Bereits in Moskau Erfahrungen gesammelt

Mit den Parkzonen wurden bisher schon in Moskau Erfahrungen gesammelt – dazu gehören auch negative. So führte die Einführung kostenpflichtiger Parkplätze nach Schwerpunktkriterien (z.Bsp. neben Metrostationen und Fussballstadien) zu einem Chaos. Vielfach versuchten Autofahrer, ihre Nummernschilder unkenntlich zu machen, um der Busse zu entgehen.

Ausserdem existieren noch viele Unklarheiten: Zum Beispiel ist die Frage ungelöst, auf welche Weise die Anwohner der kostenpflichtigen Bezirke von den Gebühren befreit werden sollen, wer für den Unterhalt und die Einhaltung der Parkplatzregeln verantwortlich sein wird und welches Kommitee der Stadtregierung das Projekt realisiert.

Einige Daten:

– In Petersburg sind auf 1000 Einwohner 300 Autos angemeldet.
– Zwei Drittel der Arbeitsplätze befinden sich im Stadtzentrum.
– Nur 67 Einkaufszentren der Stadt sind mit eigenen Parkflächen ausgerüstet.
– 68 Prozent der Einwohner fahren mit der Metro an die Arbeit, 25 mit dem eigenen Wagen.
– Im Zentrum parken täglich zwischen 120.000 und 150.000 Autos.
– Petersburger Automobilisten brauchen im Durchschnitt fünf bis zwölf Minuten, um einen Parkplatz zu finden.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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