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Bildfälschungsskandal: Kunstexpertin Elena Basner freigesprochen

Von   /  25. Mai 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- Die Kunsthistorikerin Elena Basner, die 2014 wegen angeblichen Betrugs des Sammlers Andrei Vasilew beim Kauf eines gefälschten Avantgarde-Bildes angeklagt worden war, ist in allen Punkten freigesprochen worden. Das Gericht befand, das Basner sich als Expertin durch den Fälscher einfach hatte hinters Licht führen lassen.

Die Anklage hielt es für erwiesen, dass Basner 2007 den Kunstsammler Andrei Wasilew beim Kauf des Bildes „Im Restaurant“ für 250.000 Dollar vorsätzlich falsch beraten hatte, in dem sie das Gemälde als Werk des Avantgardekünstlers Boris Grigorjew bezeichnete. Dafür sollte sie zu einer Haftstrafe von vier Jahren plus Geldstrafe verurteilt werden.

Ein Schlag für Basners Reputation

Der Verteidigung gelang es jedoch, das Gericht von den Widersprüchen und ungenügenden Beweislage zu überzeugen. Nur eines musste die Angeklagte eingestehen – sie hatte sich damals bei ihrer Beurteilung eindeutig geirrt. Das allein ist ein schwerer Schlag für ihre Reputation als Kunstexpertin.

Die Anklage will das Urteil anfechten, doch werden die Erfolgsaussichten als klein eingeschätzt, um so mehr, dass Basner seit ihrer Verhaftung im Januar 2014 ein ganzes Jahr unter Hausarrest gestellt war. Beobachter sehen die Angelegenheit auch als Machtkampf des Staatlichen Ermittlungkomitees (SKR), dessen Ermittlungsarbeit während des Prozesses vom Gericht zerpflückt worden war.

Bild: www.bukowskis.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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