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Betrugsopfer brechen Hungerstreik ab und suchen Hilfe in Moskau

Von   /  1. August 2008  /  Keine Kommentare

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eva.- Elf Petersburger, die beim Kauf einer Wohnung betrogen wurden und nach jahrelangem Rechtsstreit am 21. Juli in einen Hungerstreik getreten sind, haben ihre Aktion abgebrochen und wollen sich direkt an den Kreml wenden – wann und wie ist bisher unbekannt.

Wie die St. Petersburg Times schreibt, fühlen sie sich von der Petersburger Stadtregierung ignoriert. Anstatt persönlich mit den Betroffenen zu sprechen, wie diese es gefordert hatten, hatte Gouverneurin Valentina Matwijenko lediglich ihren Stellvertreter Alexander Wachmistrow hingeschickt. Sie habe die Matwijenko kürzlich am Fernseher bei der Besichtigung einer Müllhalde gesehen, erzählte eines der Opfer – offenbar sei der Abfall wichtiger als ihr Problem.

Um Vermögen und Wohnsitz gebracht


Die Wohnungsbesitzer, von denen viele wegen des Betrugs ihr Vermögen und ihr Dach über dem Kopf verloren haben, erhofften sich eine unkomplizierte Lösung wie in ähnlichen Fällen in Moskau und Tatarstan. Statt unbürokratischer Hilfe wurde von den Betrugsopfern jedoch verlangt, sie müssten über das Gericht eine Lösung finden – das, obschon die meisten von Ihnen schon seit Jahren Rechtsstreit führen. Insgesamt zeigten sich völlig enttäuscht von der  „zynischen“ Reaktion der Gouverneurin und von den regierungsnahen Medien, die sie als naive Käufer dargestellt hätten, die sich einfach übers Ohr hauen liessen.

www.sptimes.ru

Ausserdem zu diesem Thema: Betrogene Wohnungsbesitzer im Hungerstreik

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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