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Berlin-Trip russischer „Nachtwölfe“-Biker an polnischer Grenze gestoppt

Von   /  4. Mai 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- Der Trip der russischen Biker-Gruppe „Nachtwölfe“ zum Siegestag am 9. Mai nach Berlin fand an der polnischen Grenze ihr vorläufiges Ende. Das russische Aussenministerium hat sich bei der polnischen Botschafterin in Moskau beschwehrt.

Über den Zwischenfall informierte Viktor Wengschin, Chef des polnischen Motoklubs „Katynsky Raid“, der seine Kollegen an der Grenze bei Terespol erwartete. Nach seinen Angaben wurde keiner der Biker durchgelassen. Die ganze Gruppe sei während mehreren Stunden festgehalten und durchsucht worden. Nicht einmal ein Klub-Mitglied mit EU-Pass sei durchgelassen worden, so Wengschin.

Inzwischen haben jedoch Biker aus Polen, Tschechien, der Slowakei und Deutschland die Stafette der russischen „Nachtwölfe“ übernommen und werden an verschiedenen Gedenkstätten Kränze niederlegen. Die Zurückweisung bestätigte auch die polnische Grenzpolizei und begründete den Entscheid als „Sicherheitsmassnahme“. Das russische Aussenministerium hat danach die russische Botschafterin Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz in Moskau aufs Amt zitiert.

Bereits 2015 „Siegesfahrt“ durchgeführt

Die „Nachtwölfe“ hatten bereits im Vorjahr die Aktion „Die Wege des Siegs – nach Berlin“ durchgeführt und konnten sich nach Schwierigkeiten an der Grenze schliesslich bis am 9. Mai bis Berlin durchschlagen. Nach dem Flugzeugabsturz bei Katyn 2010 und der Krim-Krise 2014 haben sich die ohnehin gespannten russisch-polnischen Beziehungen weiter stark verschlechtert.

Die „Nachtwölfe“ und insbesondere ihr Anführer Alexander Saldostanow („Chirurg“) gelten als Freunde Wladimir Putins. Der Biker-Klub tritt an zahlreichen patriotischen Veranstaltungen auf und erhält für seine Aktionen staatliche Unterstützung.

Weissrussischer Politiker fordert Verbot der „Nachtwölfe“

Zur gleichen Zeit reichte der Vorsitzende der weissrussischen Volksfront Alexei Janukewitsch bei der Staatsanwalt von Belarus den Antrag ein, die „Nachtwölfe“ als extremistische Organisation zu verbieten. Grund dafür war der Erklärung des „Nachtwölfe“-Chefs am 30. April, Weissrussland sei Russland. Mit dieser frechen Aussage, stelle Saldostanow die Unabhängigkeit von Belarus und seine territoriale Einheit in Frage, so der weissrussische Politiker. Der Chef-Biker entgegnete daraufhin, die Aussage sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.

Bild: www.kremlin.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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