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Benzinknappheit wird Realität

Von   /  31. Mai 2011  /  Keine Kommentare

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mm – Was lange befürchtet und angekündigt wurde, hat die ersten Zapfsäulen in Sankt Petersburg errreicht. Das 95 Oktan Benzin ist nicht mehr überall erhältlich.

Die Stadtregierung im Smolni wäscht sich derweil die Hände in Unschuld. Die Tankstellen die kurzfristig von den Beamten kontrolliert wurden sind alle normal lieferfähig, heisst es aus dem Regierungslager. Die so genannten „vertikal integrierten Lieferanten“, welche nicht nur Tankstellen, sondern auch die ganze Lieferkette vom Rohöl über die Raffinierung in eigener Regie betreiben, haben noch keine Probleme mit der Lieferung. Im Gegenteil sie scheinen die Knappheit sogar provoziert zu haben.
Auf dem freien Markt ist der Einen oder Anderen Tankstelle der Treibstoff breits ausgegangen. Für die Tourismussindustrie und die Verbraucher kommt das Defizit zur Unzeit. Mit dem Beginn der Urlaubssaison für die Einwohner und der Hauptsaison für den städtischen Tourismuss, Die Stadt aber noch vollem Arbeitsbetrieb ist der Bedarf aktuell am grössten.

Während das offizielle Sankt Petersburg noch mit den Schulter zuckt. Gehen die Meldungen der Verbraucher via Twitter und Blogs munter los. „Zuerst ist das 95-Oktan Benzin bei Kirishi, Shell und Neste verschwunden, und schon gehen die Problem mit dem 92-Oktan Benzin los“ schreibt ein Blogger.
Die Krise hatte einen langen Vorlauf. Die Grossen Lieferanten, „Gasprom Neft“ und „ROSNEFT“ haben den Verkauf in den freien Markt und unabhängige Händler und Tankstelle Anfang Mai eingestellt. Die Rohstoffbörse in Sankt Petersburg dokumentierte letzte Woche ein um 13% fallendes Verkaufsvolumen. Der Markt ist leergefegt.

Die Freien Händler wittern Schiebung durch die Grosskonzerne und haben Russlandweit bereits 52 Antimonopolklagen bei der FAS (Föderalen Antimonopol Dienst) eingereicht. Die Konzerne wiederum freuen sich das die Preise kräftig ansteigen, bedienen derweil lieber die Internationalen Märkte zu höherm Profit als die einheimischen Autofahrer.

Das Ende der Benzinkrise ist nicht absehbar. Den Unmut der Politik und der Bevölkerung haben die Konzerne bislang ignorieren können. Frei nach Wilhelm Busch – „Ist der Ruf schon ruiniert lebt (kassiert) es sich es sich völlig ungeniert“

Bild: http://schule-fuer-revolution.de/wp-content/uploads/2008/06/zapfknoten.jpg

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