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Beinahe-Zusammenstoss von Verkehrsmaschine und russischem Militärjet

Von   /  20. Dezember 2014  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Am 12. Dezember sind in der Nähe der südschwedischen Hafenstadt Malmö beinahe ein Verkehrsflugzeug und ein russischer Militärjet zusammengestossen. Die schwedische Regierung erhebt schwere Vorwürfe gegenüber Russland – Moskau dementiert kategorisch jeglichen Verstoss internationaler Regeln.

Laut Angaben der schwedischen Behörden konnte die Verkehrsmaschine, die vom Flughafen Kopenhagen-Kastrup in Richtung Rom unterwegs war nur knapp dem russischen Aufklärer ausweichen. Da das russische Flugzeug offenbar mit ausgeschaltetem Transponder flog, wurde es von der zivilen Luftüberwachung nicht wahrgenommen wurde. Die militärische Luftkontrolle, die den Jet auf dem Radarschirm hatte, warnte die Besatzung des Verkersflugzeugs und löste einen Alarmstart dänischer und schwedischer Kampfjets aus.

Zunächst stand die Nationalität des Militärflugzeugs nicht fest, doch am Samstagabend gab das schwedische Verteidigungsministerium bekannt, es habe sich um eine russische Maschine gehandelt. Die russische Regierung dementierte die Vorwürfe umgehend und behauptete, der Flug des russischen Jets habe keinerlei internationale Regeln gebrochen. Auch Nato-Flugzeuge näherten sich vermehrt dem russischen Luftraum und dies ebenfalls mit ausgeschaltetem Transponder.

Finnland ändert Flugroute für Zivilverkehr

Baltische Staaten, insbesondere Schweden hat in den vergangenen Monaten mehrmals behauptet, russische Flugzeuge oder Schiffe hätten ihr Hoheitsgebiet verletzt. Vor der schwedischen Küste bei Stockholm war es dabei zu einer regelrechten Hetzjagd nach einem vermeintlich russischen U-Boot gekommen, das angeblich in den Schären kreuzte. Die Suche musste jedoch ergebnislos abgebrochen werden.

Mittlerweile hat der finnische Premierminister Alexander Stubb bekannt gegeben, dass die Route für Passagiermaschinen vorübergehend geändert werden, um ähnliche Situationen auszuschliessen. Er zeigte sich beunruhigt über die Häufigkeit von Flügen russischer Kampfjets mit ausgeschalteten Transpondern über der Ostsee.

Bild: Wikimedia Commons

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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