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Behörden exhumieren Überreste von Zar Nikolaus II.

Von   /  24. September 2015  /  Keine Kommentare

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spn.- Die Behörden Russlands haben Ermittlungen zur Ermordung von Zar Nikolaus II. und seiner Familie wieder aufgenommen und am 23. September mit der Exhumierung sterblicher Überreste des letzten russischen Zaren begonnen. Das erfuhr RIA Novosti beim russischen Ermittlungsausschuss Russlands. Exhumiert wurden auch die sterblichen Überreste von Zarin Alexandra Fjodorowna. Nikolaus II. und seine Frau sind in der Peter- und Paulus-Kathedrale zu St. Petersburg beigesetzt.

Die Exhumierung sei notwendig, um die Gebeine genauer zu untersuchen, teilte Behördensprecher Wladimir Markin Journalisten mit. Die Ermittler verfügen jetzt über bislang nicht zugängliche Objekte, mit denen die Gebeine des Zaren und der Zarin verglichen werden. Es handelt sich um sterbliche Überreste von Alexandras Schwester Elisabeth, die sich jetzt in Jerusalem befinden, sowie um Muster des Blutes des von den Terroristen getöteten Zaren Alexander II. – Großvater von Nikolaus II. Blutspuren waren zuvor an der Uniform des 1881 ermordeten Zaren entdeckt worden.

Romanows wollen Residenz in Moskau

Die Nachfahren der letzten russischen Kaiser-Familie Romanow haben vor, sich an die russischen Behörden mit der Bitte zu wenden, ihnen eine Residenz in Moskau bereitzustellen. Wie Alexander Sakatow, Direktor der Kanzlei des Oberhaupts des Romanow-Hauses, in einem Interview für den TV-Sender Moskwa24 mitteilte, wäre die Familie bereit, das Gebäude, das ihnen zur Verfügung gestellt würde, mit Mitteln privater Investoren zu restaurieren. Wie er versicherte, fordern die Romanows keine Rückerstattung des Eigentums der Zarenfamilie – es handle sich um den Bau eines neuen Hauses bzw. um die Restaurierung eines alten Gebäudes.

Eine Residenz sei notwendig, weil Großfürstin Maria Wladimirowna, Oberhaupt des Romanow-Hauses, sich oft in Russland aufhält und mehrmals im Jahr in Moskau Station macht. Wie Sakatow betonte, geht es dabei nicht um etwaige Privilegien für die Romanows. Die Nachfahren der Kaiser-Familie wollen lediglich „einen moralischen Akt“ erwirken, „der in einer rechtlichen Form dargelegt werden soll“. Dies sei notwendig, um „selbsternannte Romanow-Nachfahren abzuweisen“.

Der Pressedienst des Präsidenten Russlands erklärte sich bereit, den Appell der Dynastie-Nachfahren zu prüfen. Das Moskauer Amt für Stadteigentum teilte indessen mit, es habe vorerst keinen Brief mit der Bitte um die Bereitstellung eines Gebäudes für die Residenz bekommen.

Bild: Nikolaus II. und Zarin Alexandra Fjodorowna auf Gemälden in der Residenz in Puschkin. Foto: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.sputniknews.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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