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Bauleute entdecken einen Silberschatz bei Renovationsarbeiten in St. Petersburg

Von   /  30. März 2012  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Bauleute haben bei Umbauarbeiten im Naryschkin-Haus im Zentrum von St. Petersburg einen alten Silberschatz entdeckt.  Wie der Polizeisprecher der Stadt am Donnerstag mitteilte, wurde der Schatz in einem bisher unbekannten Raum eines Hauses in der Tschaikowski-Straße entdeckt, es handelt sich um altes Silbergeschirr.


Die Polizei bewacht den kostbaren Fund, hieß es. Der Gesamtwert des Schatzes, der einige tausend Silbergegenstände umfasst, wird nicht genannt.  An der Stelle des jetzigen Gebäudes befanden sich seit 1750 zwei Häuser, eines davon gehörte Abram Gannibal, Urgroßvater des berühmen russischen Dichters Alexander Puschkin.

1832 wurden beide Häuser nach einem Projekt des Architekten Lehmann in ein Gebäude verwandelt. 1875 hatte der Fürst Wassili Naryschkin das Haus erworben, das später vom Baumeister Robert Gödicke modernisiert wurde.

Vermutlich Eigentum eines Husaren-Rittmeisters

Dokumente, die in einem der vierzig Säcke mit Silber gefunden wurden, belegen, dass der Schatz wahrscheinlich dem Husaren-Rittmeister Sergei Somow gehörten. Er emigrierte nach der Revolution nach Frankreich und gehörte zu den Vertrauensleuten des Grossfürsten Wladimir.

Unter anderem beteiligte er sich 1955 bei der Gründung einer Ausstellung über russische Soldaten im Invalidenmuseum in Paris. Er gehörte dem Petersburger Kreis an und starb 1976 im Exil.

Einzigartiger Service

Neben der Inventarisierung der Gegenstände muss jetzt die Eigentumsfrage geklärt werden, denn das russische Gesetz kennt keinen Paragraphen für Schatzsucher. Dank seiner Vollzähligkeit und Einzigartigkeit wird der Wert des Silberbestecks sehr hoch angesetz. Es soll vermutlich später in einem Petersburger Museum ausgestellt werden. (rian./eva)

Bild: RIA Novosti/ Alexej Danitschew

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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