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Sitzung zum städtischen Baubudget bis 2015

Von   /  27. Oktober 2008  /  Keine Kommentare

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mm.- Wussten Sie das St. Petersburg eine Schnell-Strassenbahn bekommt ?

Oft erfährt man in St. Petersburg von neuen Projekten erst dann, wenn sie wieder abgesagt oder verschoben werden.  Wie vom Vizegouverneur für Bau- und Stadtentwicklung – mit dem schönen Namen –  Herr Wachtmeister, bekannt gegeben wurde, verzögert sich der Bau einer geplanten Schnell-Strassenbahntrasse um ein Jahr.

Wir nehmen dies zum Anlass die am Samstag von der Stadtregierung besprochene Planung der Städtischen Infrastruktur bis ins Jahr 2015 vorzustellen. Zugegeben,  Elektroleitungen und Wasserversorgung ist nicht das spannenste Thema – es sei denn Strom und Wasser fallen gerade aus.

Jedoch nicht nur in St. Petersburg, sondern auch in Zentraleuropa bestimmen diese Kosten den Löwenanteil an jedem Budget. Kurz gesagt, die die Milliarden liegen unter den Städten begraben. Somit wird das „langweilige“ Thema aber auch zum wesentlichen Dreh- und Angelpunkt der Städtischen Politik und verdient  unsere Aufmerksamkeit.

Bauplanung bis 2015

Die Gouverneurin nahm bei der Sitzung auch den Rücktritt des bisherigen Vorsitzenden des Komitees für ENERGIE, Alexander Borbow an, der gemäs Frau Matvienko, „seine Familie in den letzten 5 Jahren nicht mehr gesehen hat“ und seinen Platz geräumt hat. Ob er dazu ermuntert wurde oder ob er das Amt freiwillig aufgegeben hat ist nicht bekannt.

Ochta - Zentrum

Ochta - Zentrum


Da OCHTA ZENTRUM bleibt oben auf der Tagesordnung

Der neue Plan nimmt, neu alle baulichen Vorbereitungen für das umstrittene ehem. GAZPROM ZENTRUM jetzt – neu „OCHTA Zentrum“ in den Generalplan auf. Damit Gazprom den 300m hohen Bau plus Nebengebäude nicht aufgibt, muss die Stadt ein eigenes Heizkraftwerk für den Komplex bereitstellen und verteilte die Entsprechenden Dokumente und Aufträge in alle Richtungen.

Nordwesten

Neue Wohnbauten werden entlang der der Bezirke am „See Dolgow“, „Juntolowo“, dem ehem. Aerodrom, sowie in den Vierteln Kamenki, Kolomjagi und Kon-lachti erschlossen. Für die Gewerbegebiete und neuen Wohnungen werden die Kessel von 4 bestehende Elektro-Heizkraftwerke modernisiert und ein neues Kraftwerk in Kon-Lahti dazugebaut. Hinzu kommen dann noch 11 Verteilstationen.

Norden

Im Norden richtet sich die Aufmerksamkeit der Beamten auf die Erneuerung der kommunalen Infrastruktur in den Stadtteilen «Sewernaja Dolina», Schuwalowo-Oserkow, Pargolowo (westlich des Großen Susdaler Sees), Lewaschowa, des Espenwäldchens, im Raum der Straße Butlerowa und beim Graschdanskij Prospekt. Ebenfalls erneuert wird die Infrastruktur zum Autowerk von NISSAN und zum Neu-Orjoler-Waldpark.

Das Elektro-Heizkraftwerk Nr. 21 wird für die neuen Belastungen ausgebaut. Das Heizkraftwerk Nr. 17 erhält modernisierte Kesselräume und ein grösseres Umspannwerk, sowie acht Unterverteilstationen.
Das Wasserwerk Nord muss ebenfalls modernisiert werden sowie ein neuer Kanal-Sammelvertreiler auf einen dafür vorgsehenen Grundstück bei der Kantamirowski Strasse und im Severhaja Dolina erstellt werden.

Osten

Die eigentliche Budget Schlacht wirde jedoch im Osten ausgetragen.

Wird der Farforit des Smolny- das OCHTA ZENTRUM  mit der extrem teueren komunalen Infrastruktur beglückt ?  Oder wird, wie auch noch Möglich, dieser umstrittene Bau zugunsten eines neuen Stadions für Zenit geopfert? So wie Zenit derzeit in der Tabelle steht, wird sich wohl Gazprom für das Ochta-Zentrum entscheiden.

Hinzukommen die starke Überbauung, Bäche, der EDV-Park im Newabezirk und solche Kleinigkeiten wie die Erschliessungskosten für das neuen Ochta-Zentrum. Die wichtigste Vorbereitung zur Fütterung der Heiligen Kuh wird der Bau eines neuen Elektro-Heizkraftwerks mit 167 Gigakalorien Leistung werden. Ebenfalls werden die Heizkraftwerke Nr. 5, das anteilige vewrendete Nr. 17 plus 12 weitere Verteilstationen geplant indian propecia.

Um die Novoselow Strasse erstellt wird eine neue Abwasser Infrastruktur „verbuddelt“.


Südwesten

In dieser Richtung sind weitere politisch brisante Neubauten zu berücksichtigen.

Die Häuser und Wohnungen der «Baltische Perle» gehen langsam in den Verkauf. Projekte in Krasnoe Selo, Peterhof, „MARINO“ und dem Transport-logistik Zentrum „Bronka-Lomonossow“ sind im Bau.
In diesem Zusammenhang wird die besondere Bedeutung dem Bau des Südwestheizkraftwerks hervorgehoben.

Auf Kosten der Stadt werden die Heiswasser-Hauptleitungen neu erstellt. Während das Kraftwerk von einem Investor finanziert wird. Neben der Modernisierung von sechs Kesselräumen, wird Neu, der Bau 14 Verteilstationen, geplant. Ein neuer Block zur Reinigung von Trinkwasser kommt zum Südlichen Wasserwerk hinzu. Desweiteren erhalten Lomonosow und das Industriegebiet „Neudorf“ Filter und Verteilstationen.

Süden
Im Süden enstehen neue Industriecluster, deren Grundbedarf an Energie- und  Wasserinfrastruktur ebenfalls vom Stadtkämmerer bezahlt werden muss.

Die Industriezone Metallostroja, „Schuschary-2“, „Obuchowo“ und Wohngebiete wie die Projekte «Moskauer Slawin» und «Neue Ischora» (5000 Doppelhäuser) werden ebenfalls an das neue Versogungsnetz angeschlossen.

Damit die stürmische Entwicklung nicht am Stromschalter gestoppt wird, sind 5 Elektroheizblöcke zur Moderniesierung ausgeschrieben und 3 neue geplant. Das zuständige Elektro-Heizkraftwerk, wird mit Blick auf den Zuwachs des zukünfitgen Bedarfs um Kolpino dimensioniert.

Die Verteilstation „Schuschary 2“ versorgen u.A. Toyota, General Motors, Suzuki, Magna und Sumitomo. Die Wasserentnahmebauten des Südlichen Wasserwerks und die Filterstationen in Metallstroje werden ebenfalls erneuert.

Zentrum

Im Zentrum kommen einige politisch brisante Projekte zusammen. Die „Meerfassade“,“ Neues Holland „,“ das Mariinski-Theater-2″ und das Newa-Rathaus.

Im gleichen Massstab kommen dann neue Bauten,  wie die  Nordsüdautobah „Europa-Ufer“, die Ismajlowski Perspektive, und den Morskoij- Passagierterminal hinzu . Ausserdem stehen die Infrastruktur und das kommunale Versorgungssystem im zentralen und im Admiralteskij Rajon kurz vor dem Kollaps und müssen „kapremontiert“ also auf Deutscht „generalüberholt werden.

Das Wassiliostrowski Heizkraftwerk und das „Zentrale Heizkraftwerk“ werden modernisiert und erweitert. Die Beamten versprechen, dass die nototischen Probleme mit dem Strom, durch den Bau von 14 neuen Umspannwerken überwunden sein sollte.  Ein neues Wasserwerk auf der Petrogradskaya soll auch die Versorgung der westlichen Wasiliinsel verbessern.

Finanzierung

Der Etat aller geplanten Ausgaben ist mit 700 Mrd. Rubel (ca. 20 Mrd. Euro) vorgesehen.

Die Verteilung sieht wie folgt aus:

  • Heizkraftwerke 30%.
  • Elektrizitätsversorgung 32 %
  • Wasserversorgung 16 %
  • Abwasserableitung 22 %.

Infrastruktur Etat St. Petersburg bis 2015

Ca. 30% des Etats können vom Stadthaushalt finanziert werden, die restlichen 70% müssen durch ausserplanmässige Investitionen erfolgen.  Die Beamten rechnen noch mit unerwarteten Überschüssen.
Im Budget wird es im Laufe von 2009-2015 jedenfalls noch eine zu füllende Deckungslücke von 215 Mrd. Rubel (30,6 %) geben.

Ungeachtet der globalen Krise, plant der Smolny also ungebremst weiter und gibt so den ETAT ohne Streichungen in die erste Lesung des Haushalts.

Bildquelle – Präsentation OCHTA PARK April 2008

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