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Bau: Architekt strengt Prozess gegen Bauträger an

Von   /  13. Februar 2009  /  Keine Kommentare

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mm.- Der Architekt Eugen Gerasimow hat das Businesszentrum „STELS“ in der Borowaja Strasse 32/19 entworfen und geplant. Jetzt plant er seinen Auftraggeber vor den Kadi zu zerren.

Nun ist es nicht sehr ungewöhnlich das die Investoren nach erteilter Baugenehmigung noch ein paar Quadratmeter oder Etagen hinzuzaubern. Eine allgemeine Allergie gegen alles was mit „Plan“-wirtschaft verbunden ist, hat sich bei den Investoren der Bauindustrie schon seit Sowjetzeiten erhalten. Die einfache Planerfüllung ist „Nix“ für einen rechten Stachanowez*, mann muss den Plan übererfüllen und wenns nur für die eigene Brieftasche ist. Man erinnere sich an die Verrenkungen die mit den 3 „extra“ Etagen der neuen Börse auf der Wasili Insel verbunden sind. Neu ist, das der Architekt des Projekts gegen die Verletzung seiner Autorenrechte klagt.

Die ausführende Baufirma hat seinen Plan erheblich verändert. Säulen und nicht geplante Etagen und Überbauungen. Die Traufe zum Dach wurde gemäß dem Architekten ebenfalls verschandelt.

Wenn der Architekt den Prozess gewinnt, wird das ggf. mit Strafzahlungen aber nicht mit einem Rückbau enden. Zu hoffen bleibt, dass die Bauträger in Zukunft weniger wild über die Gesetze hinwegbetonieren.

* Stachanow, Alexei Grigorjewitsch – Politische Symbolfigure und Vorzeige Arbeiter der 1935 in einer Schicht in seiner Kohlengrube die Norm um das 13fache übertraf. In Folge wurden in vielen Betrieben als Qualitäts- und Produktionsteigernde Massnahme „Stachanow“ Wettbewerbe und Gruppen organisiert.

© Foto – Eugen Gerasimow

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