Laden...
Sie sind hier:  Home  >  Aktuell  >  Aktuelle Artikel

Bau des neuen Petersburger Zenitstadions wird immer langwieriger und teurer

Von   /  3. November 2012  /  Keine Kommentare

    Drucken       Email

TOPTICKER.- Das neue Zenitstadion droht zu einer „ewigen“ Baustelle zu werden. Zugleich haben sich die Kosten für den Mammutbau mittlerweile verdreifacht. Obschon weder Premier Medwedew, noch Gouverneur Poltawtschenko zufrieden sind, hat Deripaskas Bauunternehmung eine neue letzte Chance bekommen.

Immer wieder wurde die Baufrist verlängert und immer wieder das Budget aufgestockt – seit 2006 wird nun schon daran gebaut, und der Preis, einst auf 13 Milliarden Rubel festgesetzt, ist mittlerweile auf 43,8 Milliarden Rubel angewachsen. Der Jahrhundertbau auf der Krestowski-Insel scheint zum Jahrhundert-Debakel für die Stadt zu werden.

Das „Raumschiff“-Projekt des japanischen Architekten des japanischen Kisho Kurokawa hätte eigentlich bereits vor zwei Jahren fertiggebaut sein sollen – aber obwohl man immer mehr Geld hineinsteckte, stand die Riesenbaustelle immer wieder still. Am 1. September haute Premier Medwedew auf den Tisch. Er kritisierte den Generalunternehmer „Transstroi“, ein Unternehmen von Oleg Deripaskas Konzern „Basowoi Zement“, öffentlich. Seit seiner letzten Besichtigung habe sich auf dem Bauplatz nichts verändert, stellte er verärgert fest.

Als Gouverneur Poltawtschenko danach vorschlug, das Stadion müsse eben von Freiwilligen aus der Zenit-Fangemeinschaft fertiggebaut werden, war es den wenigsten ums Lachen zumute. Das Stadtoberhaupt zitierte den Oligarchen Deripaska zu sich zitierte, und es galt bereits als sicher, dass der Vertrag mit „Transstroi“, der mitte November ausläuft, nicht mehr verlängert würde.

Stattdessen hat nun Deripaskas Baufirma eine neue und neues Geld zugesprochen bekommen. Bis 2013 soll die Betonkonstruktion fertiggestellt und bis 2015 das Stadion vollendet werden. Begründet wurde der Entscheid damit, dass eine Neuauschreibung für einen Generalunternehmer zu einer weiteren starken Verzögerung geführt hätte. Schon 2010 war es wegen der Erweiterung des Stadion-Projekts um zusätzliche 5000 Sitzplätze zu einem Stillstand der Arbeiten gekommen.

Bild: Sergei Gunejew/Ria-Novosti

www.fontanka.ru

Weitere Neuigkeiten finden Sie auf unserem Nachrichtenticker >>>

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Deripaska baut das neue Zenit-Stadion – billiger gehts nicht

    Drucken       Email

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren...

Geschichte: Johann Strauss und der „Musik-Bahnhof“ Pawlowsk

mehr…