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Ein Ort des kollektiven Gedächtnisses von St. Petersburg geht erneut in Flammen auf

Von   /  20. Mai 2010  /  Keine Kommentare

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mm. – Die Badajewski Lagerhäuser in der Kiewerstrasse sind einem Feuer zum Opfer gefallen (Fotogalerie). Die Feuerwehr konnte den Brand, der kurz nach 15 Uhr ausbrach, auch nach Stunden nicht löschen. Der Brand auf einem Lagergelände weitete sich aus und drohte auf die angrenzenden Liegenschaften überzugreifen.

In direkter Nachbarschaft befinden sich das Nowodjewischtschi Frauen Kloster, der gleichnamige Friedhof und ein umstrittener Neubau mit Baumbestand. Ein Sprecher des Katastrophenschutzministeriums МЧС teilte mit, das keine Gefahr bestehe, dass der Brand auf die architektonische Kleinode übergreift. Um 20 Uhr war dann das Feuer soweit eingedämmtб das kein Rauch aufstieg. Am Unglücksort versammelten sich Anwohner und Gaffer und dokumentieren mit Videokameras die Katastrophe.

Die Badajewski Lagerhäuser waren 1914 auf einer Fläche von 27 Hektar, vom Petrograder Kaufmann Rasterjajew erbaut worden. Nach der Revolution wurden dort Vorräte und Lebensmittel für die Stadt gelagert. Durch einen Bombenangriff der deutschen Luftwaffe zu Beginn der Blockade 1941 brannten die Badajewski-Lagerhäuser aus und die Stadt verlor einen großen Teil der Lebensmittelvorräte.

Für die Leningrader wurde dieser Brand deshalb zum Symbol für den Beginn des Hungers der Jahre 1941-1944. Nach dem Krieg wurden Gebäude und Lagerhäuser von neuem aufgebaut. Seit 2007 wird der Komplex in ein Gewerbegebiet umgewandelt.

Bericht und Photo – Markus Müller

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