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Autor des umstrittenen „Icons“-Projekts lädt Petersburger Gouverneur zur Ausstellung ein

Von   /  21. März 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Marat Gelman, Kurator der umstrittenen Ausstellung „Ions“ mit Kunstwerken zum Thema Religion, hat den Petersburger Gouverneur Georgi Poltawtschenko dazu eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen. Nach Protesten und einer Absage im November soll das Projekt nun Ende März in einem zweiten Anlauf im Kulturzentrum „Tkatschi“ gezeigt werden.

Im vergangenen Oktober hatte die „Ikonen“-Ausstellung des Kurators aus Perm bereits für einen Eklat in der Petersburger Kunstszene gesorgt. Die Kunststiftung „Rizzordi“, wo die Ausstellung ursprünglich gezeigt werden sollte, erklärte, man wolle die Ausstellungseröffung wegen des ungünstigen Klimas in der Stadt auf Ende 2013 verschieben. Der Kurator Marat Gelman reagierte empört und zog sein Projekt kurzerhand zurück.

Wie zuvor in Krasnodar und Perm hatte sich unter religiösen Fanatikern Widerstand gegen das Vorhaben geregt – das, obschon in beiden Städten die Ausstellung zugelassen wurde. In Perm hatte sich der Gouverneur persönlich von der Sittlichkeit der Ausstellung überzeugt.  Dessen Besuch soll nun als Beispiel für Gouverneur Poltawtschenko dienen, der als besonders kirchentreu gilt. „Wir wären glücklich, wenn Sie dem Beispiel des Permer Stadtoberhaupts folgen und sich eine eigene Meinung zum Projekt bilden würden“, schreiben die Veranstalter in einem offenen Brief an Poltawtschenko.

Aber auch die Gegenseite versucht, den Gouverneur für sich zu gewinnen. Die „Gewerkschaft der russischen Bürger“ und die „Volkskirche“ haben bereits angekündigt, eine Unterschriftensammlung gegen die Ausstellung zu lancieren. Auf ihrer Seite steht auch der Petersburger „Sittenwächter“ und Stadtabgeordnete Vitali Milonow, der mit seinem Gesetz gegen „Homosexuellenpropaganda“ bereits internationale Berühmtheit erlangt hat. Die Ausstellungseröffnung ist für den 29. März angekündigt worden.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.rian.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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