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Autonummern-Diebstahl wird in Russland strafbar

Von   /  12. März 2015  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Der Diebstahl von Nummernschildern, der in den letzten Jahren zu einem beliebten Geschäft von Erpressern geworden war, kann endlich strafrechtlich verfolgt werden. Früher mussten die Opfer entweder ihre Schilder für teures Geld auslösen oder eine mühsame bürokratische Prozedur durchlaufen. Dabei konnten sie nicht einmal Anzeige erstatten, weil die Schilder als „Staatseigentum“ niemandem gehörten.

Meldungen über gestohlene Nummern tauchten in den vergangenen Jahren immer häufiger auf – dreiste Diebe verdienten gut, Autofahrer ärgerten sich schwarz und die Polizei konnte nichts tun, weil Gesetze fehlten. Im Herbst 2014 wurde eine erste gesetzliche Erleichterung eingeführt: Wem die Nummernschilder gestohlen wurden, konnte innerhalb nützlicher Frist ein Duplikat bestellen, so wie es auch in anderen Ländern möglich ist.

Ab dem 4. August steht der Nummernklau nun unter Strafe – von 200.000 Rubel Geldstrafe bis zu einem Jahr Haft für Einzeltäter oder von 300.000 Rubel Busse bis zu vier Jahren Gefängnis für Gruppen. Auch das Abschrauben von Nummern „zum Spass“ oder einfach um den Nachbarn zu ärgern wird in Zukunft mit einer Geldbusse bis zu 5000 Rubel oder mit 15 Tagen Arrest geahndet. Das Nummernschild wird zum Privateigentum erklärt und kann deshalb auch als gestohlen gemeldet werden.

Gesetz soll Diebesbanden den Riegel schieben

Laut dem Initiator und Duma-Abgeordneten der Partei „Automobiles Russland“ Wjatscheslaw Lysakow, wird das Gesetz dem lukrativen Geschäft des Nummerndiebstahl ein Ende setzen. Die Polizei kann nun gezielt gegen die Banden operieren, welche die Nummern nicht nur stehlen, sondern danach auch die Wagenbesitzer überwachen, von denen sie das Lösegeld verlangen, und sich parallel oft noch mit anderen krummen Dingen beschäftigen.

Besonders schwer trafen die Diebstähle Fernfahrer, die sich auf der Durchfahrt befanden und besonders erpressbar waren, weil sie unter Zeitdruck standen. Auch ausländische Autofahrer konnten leicht zur Zahlung bewegt werden, weil sie sich ihre neuen Schilder im Ausland besorgen mussten.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.gazeta.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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