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Automobilindustrie – Nach der Krise die Warteschlangen

Von   /  10. Mai 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Der russische Automobilmarkt scheint sich überraschend schnell von der Krise zu erholen. Nach Monaten des Produktionsabbaus oder -Stillstands in den meisten Werken, ist die Nachfrage nach Neuwagen sprunghaft angestiegen – die Kunden stehen Schlange wie zu den Spitzenzeiten.


Zurückzuführen ist diese Belebung darauf, dass viele ihre Ersparnisse zu Beginn der Krise als Notgroschen auf die hohe Kante legten, schreibt Fontanka.ru. Mit der Entspannung der Lage und dem Frühlingsanbruch wurde offenbar die Kauflust geweckt – zusätzlich angeheizt durch die staatliche Verschrottungsprämie, die vor zwei Monaten in Kraft getreten ist.

Betroffen vom „Defizit“ sind logischerweise die preisgünstigsten Modelle in der Preisklasse bis 600.000 Rubel – der Leader unter ihnen ist Renault, für dessen Modell „Logan“ bereits Wartezeiten bis Ende Jahr gelten.

Lada Kalina mit der kürzesten Wartefrist

Etwas weniger schwierig ist es, teurere Wagen zu bestellen, zum Beispiel der Hersteller Opel und Chevrolet. So sind die Typen „Corsa“ und „Cruze“ innerhalb von zwei bis drei Monaten, sowie Ford „Focus“ innerhalb von drei bis vier Monaten erhältlich. Am wenigsten lang muss auf einen Lada Kalina gewartet werden, nämlich ein bis zwei Monate.

Auch Elitemarken sind wieder mehr gefragt – die Bestellfristen für BMW, Mercedes und Audi betragen vier Monate bis zu einem halben Jahr. Interessanterweise ist die Lage in Petersburg etwas besser als in der Hauptstadt, wo bis zu neun Monate auf ausländische Neuwagen gewartet werden muss und bereits Plätze auf der Warteliste gehandelt werden, die fünf bis zehn Prozent des jeweiligen Kaufpreises kosten.

Auch Occasionenmarkt belebt

Automatisch wurde dadurch der Occasionenmarkt belebt, denn viele Käufer eines Neuwagens wollen ihr Neuanschaffung durch den Verkauf ihres alten Gefährts finanzieren. Insgesamt sind die Preise während der anderthalb Krisenjahre stark gestiegen – für Neuwagen um bis zu 35, für Gebrauchtwagen bis zu 12 Prozent.

Bild: Wikimedia Commons

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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