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Ausstellung: „Anselm Kiefer – Velimir Khlebnikov. Das Schicksal der Völker“

Von   /  19. Mai 2017  /  Keine Kommentare

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pd.- Vom 30. Mai bis 3. September 2017 wird im Nikolajew-Saal des Winterpalast die erste Einzelausstellung des deutschen Künstlers Anselm Kiefer gezeigt. Die Ausstellung „Anselm Kiefer – Velimir Khlebnikov. Das Schicksal der Völker“, die von der Staatlichen Eremitage und der Galerie Thaddaeus Ropac (Galerie Thaddaeus Ropac, London / Paris / Salzburg) organisiert wird, hat der zeitgenössische Künstler dem grossen russischen Dichter Velimir Khlebnikov gewidmet.

Anselm Kiefer ist ein Künstler, der zur tiefen und facettenreichen intellektuellen Reflexion neigt. In seinem Werk, beschäftigt er sich mit Themen aus Geschichte, Religion, Literatur, Philosophie als eine Art von Gedächtnis und Erbe. Kiefers Inspirationsquelle ist die Weltkultur an ihrer breitesten Schnittstelle: deutsche Geschichte, religiöse Mystik, antike Dichtung, mesopotamische Mythen.

Für Deutschland an der Biennale Venedig 1980

Anselm Kiefer wurde 1945 in der deutschen Kleinstadt Donaueschingen geboren, zwei Monate vor dem Ende des Krieges. Indem er das Thema der verschwiegener Schuld und Schmerzen thematisierte, die seine Generation lähmte, wurde er zusammen mit Georg Baselitz und Gerhard Richter einer der ersten Künstler, der in seinen Arbeiten offen und mutig Nazismus und Holocaust thematisierte. 1980 war Kiefer unter jenen Künstlern, die Deutschland auf der Biennale in Venedig vertraten.

In den folgenden Jahren wurden seine Einzelausstellungen in der Düsseldorfer Kunsthalle in Düsseldorf, dem Museum of Modern Art in New York, dem Guggenheim-Museum in Bilbao, der Royal Academy in London, dem Grand Palais und dem Centre Pompidou in Paris gezeigt. Anselm Kiefer ist der einzige lebende Künstler, dessen Werke in die ständige Sammlung des Louvre aufgenommen wurden.

30. Mai bis 3. September 2017. Eremitage, Dvorzowaja nab. 34. Tel. 710-90-79. Eintritt: 300-600 Rubel. www.hermitagemuseum.org

Bild: © Anselm Kiefer. Photo: Charles Duprat

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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