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Fachkräfte in der Krise

Von   /  24. November 2008  /  Keine Kommentare

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mm,expert.ru- Der Wind hat sich gedreht – Herrschte bis vor kurzen in den Medien und bei höherem Fachpersonal Arbeitskräftemangel, so hat sich die Situation in vielen Branchen bereits umgekehrt.

Finanziers und Journalisten sind bereits in Panik – Personalabbau und sinkende Löhne machen sie nervös. „Im Sommer war Ich nicht sonderlich um meine Arbeit besorgt. Konnte ich als Freiberufler, noch jeden Artikel bis zu 4 mal verkaufen. Aber heute ist die Situation bereits wirklich schlimm. Viele Zeitschriften sind eingestellt, oder bestellen bereits kein Druckpapier mehr. Und die Suche nach einer Festanstellung gestaltet sich aufwendig.“ – beschwert sich Ande G.  „Vor der Krise hatte er bereits mit seinem Chefredakteur gesprochen und eine Festanstellung verabredet, aber der Verlag verfügte einen Einstellungsstop für neuen Mitarbeiter. Bis jetzt habe ich keine Arbeit gefunden.“

Die Kollegen haben alle Kreide gefressen!

Sergey V., ein Analytiker in einer mittelgrosen Bank in der Hauptstadt, bemerkt die Veränderung am Verhalten der Kollegen.  „Inzwischen machen sich alle unverzichtbar, keiner geht mehr zum Rauchen, viele arbeiten bis spät in die Nacht, und hofieren den Chef“

Die Headhunter beeilen sich zwar zu versichern, die Situation nicht zu dramatisieren, aber viele sagen auch klar, das die Krise nicht vor allen Branchen halt machen wird. Die Unternehmen versuchen die Situation zu nutzen und Personalkosten zu senken.  Viele Unternehmen stornieren die Budgets für Personalwerbung und Suche von neuen Mitarbeitern in Universitäten und Ausbildungsstätten. Die Unternehmen verlassen sich und belasten die bestehenden Mitarbeiter Teams.
Dennoch kann nicht auschgeschlossen werden, dass auch hochqualifizierte Mitarbeiter auf die Strasse entlassen werden. So erwarten die Headhunter, dass in den kommenden Monaten eine Senkung der Löhne um 10% – 30% bei Neuanstellungen, und analog dazu auch für bestehende Arbeitsverträge in den Unternehmen.

Am schwersten werden es die Jungen und die Teuersten haben.

„Wo einst Top-Manager der Bank innerhalb von zwei bis drei Wochen für Suche und Interviews benötigten, dauert es inzwischen ein bis zwei Monate bis zum neuen Job. In geringerem Maße wirkt sich die Krise auf das Mittlere Management aus, – sie sind billiger und scheinen noch gebracht zu werden“. „Allerdings wird mehr Arbeit und Verantwortung für die Ergebnisse gefordert.“, – erklärt Natalia Kurkchi bei Antal International Russland.

Die jungen Profis treffen auf die schweirigste Situation. Ihre Arbeitgeber warben bis vor kurzem noch an den Universitäten, und die Studenten konnten die Bedingungen diktieren und sich dabei gut überbewerten. So bezahlen die Arbeitgeber dieser Gruppe zur Zeit kaum mehr als für die Miete und Lebensmittelkosten notwendig ist. Viele große Unternehmen haben ihr  Praktikums-Programm bereits ausgesetzt», – sagt Tatiana Dolyakowa, CEO von Pennylane.

Nicht für jeden ist die Krise eine Chance

Das Wort „In der Krise zu Wachsen die Chance zu sehen und Persönlichkeit zu entwickeln“ gilt nicht für alle. Gerade am Anfang der Karriere sind die jungen Mitarbeiter die ersten Opfer, noch bevor sie sich beruflich etablieren könne senken die Unternehmen die Kosten und suchen sich billigere oder besser qualifizierte Mitarbeiter. – versichert Timur Sokolov.

Eine andere Beraterin Julia Vinci, vom Personalberater „UNITY“, rät in der Situation des Personalüberanebots moderate Lohn Erwartungen zu pflegen. „Vergessen Sie, Lohn und Bonustantiemen, wie sie vor 6 Monaten üblich waren.  Sehen Sie um was die Arbeitgeber heute anbieten: Nehmen Sie zehn freie Stellen in Ihrem Fachgebiet. Streichen sie das höchste und niedrigste Gehalt und mitteln sie den Rest  und Sie erhalten ein reales durchschnittliches Gehalt. Verweigern sie keine Jobangebot aus Preisgründen, der Höhepunkt der Krise auf dem Arbeitsmarkt wird im Januar-März 2009 liegen. Und sie führt typisches Beispiel an: “ Im Sommer wir waren auf der Suche nach einer Stelle für einen Fachmann aus der Bauindustrie. Wir fanden auch keinen der die geforderten 200.000 Rubel zahlen wollten, die Unternehmen lediglich bereit 170-180.000 zu zahlen. Jetzt arbeit er für 100.000 Rubel Gehalt.

Weiter, Um- und Ausbildung

Für Menschen welche in Branchen arbeiten, die von der Krise am härtesten getroffen sind, gilt es zu überlegen ob Sie  der Krise mit einer Weiterbilung oder Umschulung begegnen wollen.

So können zum Beispiel, Analytiker in andern Abteilungen der Bank arbeiten oder in die gleiche Position in ein Handelsunternehmen wechseln.

„Für gutes Verkaufspersonal gibt es immer Nachfrage in jedem Unternehmen mit diesen Mangel an Fachkräften.

Auch haben gute Banke Verbindungn in die Branchen Ihrer Kunden sie könenn auch leicht im Einzelhandel Arbeit finden,auch wenn wir dies nicht empfehlen“ – kommentiert von Tatiana Dolyakova.

„Und nicht jeder ist in der Lage seine Spezialisierung zu ändern. Zum Beispiel, Fachleute in der Konstruktion und Entwicklung, das wäre einfach zu tun.  Hier ist es  sinnvoll auf die geeigneten Stellenangeboten zu warten. Zu gegebener Zeit wird es wieder neue Projekte für den Bau von Wohn-und Gewerbeimmobilien geben.

Abwanderung in den Staatsdienst

Der Gedanken sich eine sichere Arbeit in staatlichen Strukturen zu suchen, hatte bisher bisher keine besondere Popularität unter den Bewerbern. Vor der Krise waren Jobs im niedrig Lohnbereich des Staatsdienstes fast nicht zu besetzten. Doch nun hat hat sich verändert:

Unternehmen mit Staatsbeteiligung sind schwer in Mode. Warum? Viele Bewerber welche sich Ihre lorbeeren in westlichen Banken und Unternehmen verdient haben sind nun bereit, eine freie Stelle in im Staatsdienst, einer staatlichen Bank oder einem öffentlichen Betrieb anzunehmen, um in den Genuss weitergehender Stabilität zu kommen. Die Gehälter sind nicht auf der Ebene der privaten Unternehmen. „ein in einem einem kommerziellen Unternehmen beschäftigter Rechtsanwalt kommt auf ein Gehalt von 50-70 Rubel, in der staatlichen Struktur hat er ein minimales Festgehalt (20 Tausend), kann nur mit Boni auf 60-80 Tausend Rubel kommen“ – sagte Julia Vinci.

Staatsbetriebe suchen ihr Mitarbeiter oft durch eigene Agenturen. Unsere Schätzung sagt aus, das Prfessionelle Agenturen weniger als   5% der freien Stellen erhalten. Am besten funktioniert der Stellenmarkt in Staatbetrieben durch die Mitarbeiter selbst, d.h. ohne Verbindung oder bekannt wird man hier kaum unterkommen“  —  beschreibt Tatjana Doljakowa die Situation.

Resüme

Die Zahl der offenen Stellen verringerte sich, aber sie sind immer noch da. Durch bessere Nutzung aller Mittel – Personal-Agenturen, spezialisierte Websites, Annonce unter Freunden, oder aktive initativ Bewerbungen bei Unternehmen kann mann seine Chancen erhöhen. Als Nebeneffekt erhält der Stellensuchende dadurch auch noch eine gute Übersicht über seinen Markt und wo sich die guten Arbeitsstellen befinden. Das bewirkt im Interview mehr Sicherheit und eine bessere Einschätzung des Eigenen Marktwerts.

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