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Antwort auf homophobes Gesetz: Petersburger Homosexuelle planen Gayparade

Von   /  14. März 2012  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Kurz nachdem das Verbot der „Homosexuellen-Propaganda“ in St. Petersburg rechtskräftig geworden ist, gibt die Petersburger LGBT-Vereinigung bekannt, dass am 7. Juli eine Gay-Parade geplant ist. Am selben Tag wird auch in London eine solche Parade stattfinden, die von Millionen besucht wird.


Man rechne nicht mit einer Genehmigung durch die Stadtregierung, schreibt  Juri Gawrikow auf der Webseite gayrussia.eu. Bis jetzt sei der Antrag für eine Parade noch jedes Mal abgelehnt worden und jeder Versuch eines Auftritts durch Polizei verhindert worden.

Im vergangenen Jahr hatte trotz des Verbots ein Marsch zu ehernen Reiter stattgefunden, der jedoch bereits nach wenigen Minuten durch Polizei aufgelöst und die Teilnehmer festgenommen wurden.

Immerhin gelang es der Organisation bei zwei Petersburger Bezirksgerichten ein Urteil durchzusetzen, das die Verbote als unzulässig und verfassungswidrig klassifiziert. Bei der ersten zugelassenen Kundgebung wurden die Manifestanten zwar durch Polizei geschützt, doch wurden sie trotz allem durch Gegner mit Eiern beworfen.

Neben der Gay-Parade haben die LGBT-Mitglieder vor, kleinere Protestaktionen gegen das neue Gesetz durchzuführen. Sie wollten damit Präzedenzfälle schaffen und die neue Regelung vor sämtlichen Gerichtsinstanzen, selbst vor internationalen anfechten.

Sie folgen damit dem Beispiel von Aktivisten in Archangelsk, die bei einem Kindergarten mit Transparenten „Homosexualität ist die Norm“ gegen ihre Diskriminierung protestiert hatten. In Archangelsk, Rjasan und Kostroma existieren bereits ähnliche Gesetze.

Bild: gayrussia.eu

www.gayrussia.eu

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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