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Antikriegs- und Krim-„Solidaritätskundgebung“ in St. Petersburg

Von   /  17. März 2014  /  1 Kommentar

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TOPTICKER.- Während des Krim-Referendums am 15. und 16. März kam es in St. Petersburg zu einer Kundgebung gegen einen möglichen Krieg und gegen die Besetzung der Halbinsel durch Russland, sowie zu einer Solidaritätsdemonstration von Kosaken (siehe Fotogalerie).

Auf dem Platz vor der Kasaner Kathedrale versammelten sich rund 300 Personen, darunter die Stadtabgeordneten Boris Wischnewski und Alexander Korbinsky, sowie der Menschenrechtsabgeordnete Alexander Schischlow, um gegen das militärische Eingreifen im Konflikt auf der Krim zu protestieren. Neben ukrainischen Fahnen und blau-gelben Schleifen im Knopfloch wurden zahlreiche Transparente und Anstecker gezeigt – „Die Ukraine kommt selbst zurecht!“, „Hände weg von der neuen Ukraine!“ „Nein dem Krieg!“ war darauf zu lesen.

Störung durch Provokateure und Festnahmen

Die erste halbe Stunde verlief alles ruhig, dann versuchten Befürworter der Krim-Besetzung mit Plakaten „Die Krim gehört zu Russland!“ die Aktion zu stören. Einer der Provokateure stürzte sich auf die Vorsitzende der Vereinigung für die Rechte der Homosexuellen (LGBT) Natalia Zimbalowa und versuchte ihr die ukrainische Flagge zu entreissen. Doch bevor es zu einer Schlägerei ausartete griff die bereitstehende Omon-Sonderpolizei ein und verhaftete den Provokateur.

Kurze Zeit später wurde eine Frau abgeführt, die mit einem Plakat „Die Krim gehört zur Ukraine“ protestiert hatte. Der offizielle Grund für die Verhaftung war nicht ganz klar – entweder stand sie zu weit weg von der übrigen Menge oder zu nahe an einem Mann, der für russische Intervention demonstrierte.

„Die Unsrigen lassen wir nicht im Stich!“

Am Tag darauf unternahm die Petersburger „Kosaken-Wache“ eine „Krim-Solidaritätsaktion“ auf der Strelka der Wassili-Insel. Rund 70 Autos mit Russland-Fahnen und Männern in Kosaken-Uniform brausten über den Newski-Prospekt auf die Wassili-Insel und veranstalteten dort eine kurze Kundgebung, wobei die Losung „Die Unsrigen lassen wir nicht im Stich!“ skandiert wurde. Zeitweise wurde dadurch der Verkehr auf der Strecke blockiert, weil die Kundgebung nicht angekündigt worden war.

Beim umstrittenen Referendum auf der Krim stimmten nach offiziellen Angaben mehr als 99 Prozent der Wahlberechtigten für eine Vereinigung der Halbinsel mit Russland. Gemäss russischen Angaben ging die Abstimmung gemäss internationalen Normen und ohne Unregelmässigkeiten über die Bühne. Diverse Medien berichten von einem grossen Aufgebot an Sicherheitskräften und einzelnen Behinderungen von Journalisten bei der unabhängigen Berichterstattung. Am 17. März stellten die Abgeordneten des Parlaments in Simferopol den offiziellen Antrag zur Angliederung der Krim an Russland.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. Liebe Freunde in St. Petersburg. Meine Wurzeln sind in Petersburg, wohin es mich immer wieder zieht. ABER In Russland gibt es eine jahrhunderte geübte „Eigenart. die „gemanophobie“ andersgesagt : „Alles Fremde aus dem Westen kommende ist ungewohnt und deshalb verdächtig“
    ABER in Deutschland gibt es auch das Gefühl: „Der Osten ist wild, ungewohnt und unbekannt; deshalb verdächtig“ Der im Ausland lebt muss damit leben. Ihm helfen werden die im Lande lebenden Freunde, die gemeinsam mit ihm solche Schikanen bekaempfen.
    Seid aktiv und wehrt euch . Werdet in der Stadt aktiv, bekannt und anerkannt . Dann habt Ihr auch eine Stimme.

  2. Stummeier sagt:

    Крым теперь входит в состав России и это хорошо.
    США уже не может больльше вытворять всё, что они захотят.
    Хорошо, что есть Путин, который умён и дальновиден.
    Он правильно выдвинул вопрос о присоединении Крыма.
    Я горд им. Он делает то, что говорит и не тратит времени на долгие дискуссии. Меня сильно выозмущает, то как западные СМИ описывают Россию и Путина.
    Я Немец, живу в прекрасном городе Санкт-Петербург уже 12 лет и
    до этого времени не был знаком с такими полными понимания и готовыми помочь людьми. Я ещё ниразу здесь не испытывал в свою сторону враждебности, наоборот, я был встречен везде радушно нисмотря на то, откуда я родом.
    Я, как немец, интересуюсь историей Петербурга и Россия.
    И как же быстрый немцы забыли, что М. Горбачёв принёс им единство.
    Сечас был бы удобный момент Ангела Меркель ответить на это и дать Eвропе понять, что референдум в Крымy был проведён корректно и о санкциях против Pоссии вообще не может быть и речи… но, как оказывается, у Канцлер нет своего мнения и она всего лишь лакей господина Обамы. Жаль.
    Если я и могу сделать что-нибудь для Pоссии, пусть даже что-то кажущееся незначительным, я это сделаю. Я люблю зту страну и этот город. А Фрау Меркель должно быть стыдно.

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