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Anna Netrebko über ihre Spende für Donezker Theater: Das war kein politischer Akt

Von   /  20. Dezember 2014  /  Keine Kommentare

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rian.- Das Opern- und Balletthaus von Donezk hat von der Opernsängerin Anna Netrebko eine Spende von einer Million Rubel (rund 14 000 Euro) bekommen. Den diesbezüglichen Scheck hat die Abgeordnete des Parlaments von „Neurussland“ (Union der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk) Irina Popowa am Montag an die Theaterbelegschaft überreicht, wie RIA Novosti aus dem ostukrainischen Donezk berichtet.

Laut einem Theatersprecher waren die in einem Lagerhaus am Donezker Flughafen aufbewahrten Szenenbilder bei den Kämpfen in Donezk durch einen Brand vernichtet worden. Das Hilfsgeld solle für die Wiederherstellung der Szenenbilder sowie für die finanzielle Unterstützung der Ensemblemitglieder und den Kauf von Medikamenten für die Theaterangestellten verwendet werden. Trotz der schwierigen Situation werden in dem Theater jedes Wochenende Vorstellungen gegeben.

Check an Parlamentschef von „Neurussland“ überreicht

Kürzlich wurde berichtet, dass die Operndiva, die die russische und die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, dem Theater eine Million Rubel spendet. Die Zustellung der Spende übernahm Oleg Zarjow, Parlamentschef von „Neurussland“. Während einer Pressekonferenz im Rahmen des Petersburger Internationalen Kulturforums wurden Netrebko und Zarjow zusammen mit der Fahne von „Neurussland“ fotografiert. Die im Internet verbreiteten Fotos lösten eine heftige Diskussion in sozialen Netzwerken aus. Netrebko wurde unter anderem der „Begünstigung des Terrorismus“ beschuldigt und aufgefordert, ihren österreichischen Pass abzugeben.

Wie die Sängerin auf Facebook schrieb, hatte die Hilfsaktion keinen politischen Charakter und zielte nur darauf ab, den Künstlerfreunden zu helfen. Oleg Zarjow sei ihr als der einzige Mensch vorgestellt worden, der den Scheck nach Donezk bringen könne. Das österreichische Außenministerium erläuterte dazu, dass solche Handlungen nicht als Grund für den Entzug der Staatsbürgerschaft betrachtet werden können.

Bild: Wikimedia Commons

www.rian.ru

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  • Veröffentlicht: 4 Jahren vor auf 20. Dezember 2014
  • Von:
  • Zuletzt geändert: Dezember 20, 2014 @ 10:47 pm
  • Rubrik: Aktuell, Kultur

Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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