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Aly Parusa – Russlands Schulabgänger feiern erstaunlich ruhig und gesittet

Von   /  22. Juni 2011  /  Keine Kommentare

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eva.- Am traditionellen Abschlussfest für Schülerinnen und Schüler aus St. Petersburg ging es so zu und her, wie es sich Organisatoren und Eltern wünschten (Fotogalerie). Um 23 Uhr sammelte sich die junge Menge auf dem Schlossplatz, um sich das Konzert anzuhören.

Wegen des Geburtenknicks, der durch die Perestroika verursacht worden war, waren dieses Jahr in St. Petersburg nur rund 21.000 AbiturientInnen gemeldet – dementsprechend war der Platz nur etwa halbvoll. Das schadete aber nicht, die Atmosphäre war im Gegensatz zu anderen „übervollen“ Jahrgängen angenehm entspannt.

Bildungsminister ausgepfiffen

Neben dem Konzert mit Sergei Lasarew, Mark Tischmann, Maksim, der Gruppe „Marcel“ und Dima Bilan, trat der Sprecher des Stadtparlaments Vadim Tulpanow mit Grussworten der Regierung auf. Nur ein einziges Mal wurde die ausgelassene Menge wirklich laut – beim Auftritt des Bildungsministers Andrei Fursenko, der den Jungen „Mut, Erfolg und Kraft wünschte“ und zum Dank ausgepfiffen wurde.

Aly Parusa ist eine Party für die Jugend – dafür sorgte auch dieses Jahr eine strenge Eingangskontrolle, bei der an einem ersten Kordon die Tickets gecheckt und an einem zweiten Taschen und Kleider durchsucht wurden. Dieses Jahr hatte jeder Schüler nicht ein, sondern zwei zusätzliche Tickets bekommen, um Gäste einzuladen.

Alkohol ausgefiltert

Zweck der Kontrollen war es auch, den Alkohol „auszufiltern“, damit das Fest ohne Besäufnisse über die Bühne ging. Tatsächlich waren kaum trinkende Jugendliche zu sehen – dementsprechend klein war auch die Menge von Abfall und zerbrochenen Flaschen auf dem Schlossplatz.

Um 01.40 Uhr glitt schliesslich das rot bespannte Segelschiff in das Newa-Becken vor der Eremitage und der Peter- und Paulsfestung, begleitet von einem sensationellen Feuerwerk. Wer nicht rechtzeitig einen Platz am Ufer oder auf der Brücke besetzt hatte, musste das Spektakel über die Köpfe hinweg beobachten. Aber auch so erlebte man die märchenhaften Momente in Begleitung des Sinfonieorchesters auf der Strelka in ihrer ganzen Schönheit mit.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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