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Alles unter Kontrolle – Petersburg erhält neue Verkehrsampeln und „Blechpolizisten“

Von   /  14. Mai 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Seit dem 1. Mai sind in Petersburg und im Leningrader Gebiet so genannte „Blechpolizisten“, automatische Kameras zur Erfassung von Temposündern, im Einsatz, schreibt Fontanka.ru. Während der ersten zehn Tage knipsten die 22 neuen Kameras bereits mehr als 2400 Autos, die über dem Limit vorbeirasten.


Daran ist sicher in erster Linie die Unwissenheit der Automobilisten über die Einführung der Kontrollen schuld, denn in anderen Ländern sind die Radarfallen den meisten bekannt, und man stellt sich während der Fahrt darauf ein. Hier kannte man bisher nur die mobilen Kontrollen, welche die Verkehrspolizei seit einigen Jahren mit kompakten Lasergeräten an heiklen Stellen durchführt.

Rasen gehörte bisher zum „normalen“ russischen Fahrverhalten

Andererseits gehört das Rasen ebenso wie rücksichtsloses Drängeln, Linksüberholen und nahes Auffahren zur „normalen“ russischen Fahrweise. Zweifellos wird sich die neue „Erziehungsmassnahme“ positiv auf das Fahrverhalten auswirken. Die Verkehrspolizist zeigte sich von den ersten Resultaten auf jeden Fall so beeindruckt, dass sie gleich einen Beschaffungsauftrag für weitere 48 Anlagen ausgeschrieben hat.

Positiv an den Radarfallen ist aber nicht nur ihre Zuverlässigkeit, sondern auch ihre Unbestechlichkeit – ein wichtiges Thema. Die Bilder der Verkehrssünder werden elektronisch weitergeleitet und zusammen mit der Busse als Einschreiben zugestellt. Damit wird die Möglichkeit des „Schmieren“ praktisch ausgeschaltet.

36 neue Verkehrsampeln

Für mehr Sicherheit werden auch die 36 vollautomatischen Lichtsignale sorgen, die demnächst im ganzen Stadtgebiet installiert werden. Besonders nachts, wenn die veralteten und oft noch von Hand bedienten Verkehrsampeln auf oranges Blinklicht umgeschaltet wurden, ereigneten sich zahlreiche schwere Unfälle.

An vielen Kreuzungen hat der Verkehr in den vergangen Jahren so stark zugenommen, dass selbst in den Nachtstunden die einfachen Vortrittregeln nicht mehr ausreichten. Weitere neue Lichtsignale sind geplant – die Bevölkerung hat die Möglichkeit Anträge für die Ausstattung bestimmter Kreuzungen zu beantragen.

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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