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Aktion „Letzte Adresse“ von Stadtregierung angefeindet

Von   /  7. Dezember 2018  /  Keine Kommentare

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eva.- Aus einem Dokument des städtischen Bauamts St. Petersburg geht hervor, dass die Anbringung die Metall-Scheiben, die an die Opfer der Stalinismus-Opfer als ungesetzlich betrachtet werden. Hinter der Anfeindung steckt der ehemalige Helfer des Moralwächters und Duma-Abgeordneten Vitali Milonow, der jedoch nichts gegen die Gedenkaktion hat.

Nach der Meinung von Alexander Mochnatkin, dem Ex-Assistenten Milonows, sind die kleinen Tafeln „verbotene Reklame“ und damit rechtswidrig. Auf seine Initiative hin versandte die Stadtregierung an sämtliche Stadtbezirke Zirkulare, in denen die Gedenktafeln als illegal bezeichnet werden.

Der Menschenrechtsaktivist Andrei Pivowarow, der das Dokument veröffentlichte, empörte sich darüber in einem FB-Beitrag: „Illegale Werbung – wofür eigentlich? Für den stalinistischen Terror etwa?

Sogar die Eremitage lässt Gedenktafeln zu

Nikita Sokolow von der Leitung der Aktion „Letzte Adresse“ sagte in einem Interview mit dem Radiosender „Echo Moskwy“, die Tafeln würden in völliger Übereinstimmung mit dem Gesetz montiert. Es brauche keinerlei Genehmigung der Behörden, lediglich die Bewohner der betreffenden Häuser müssten ihr Einverständnis geben. Sogar die Eremitage, so fügte er an, habe die Tafeln an ihren Gebäuden zugelassen.

Der Duma-Abgeordnete Vitali Milonow distanzierte sich klar von seinem früheren Assistenten. Die Gedenkaktion „Letzte Adresse“ sei völlig unpolitisch und sorge dafür, dass die Gespenster der Vergangenheit sich nicht zum Alptraum der Gegenwart würden.

Die Aktion „Letzte Adresse“ existiert seit 2014 und konnte seither schon rund 500 Tafeln in 30 Ortschaften anbringen. Der Bewegung haben sich bereits viele der ehemaligen Sowjetstaaten angeschlossen, die ebenfalls vom Stalinterror heimgesucht wurden.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.newsru.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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