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Admiralitätswerft will von Petersburg nach Kronstadt umziehen

Von   /  8. Februar 2010  /  1 Kommentar

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eva.- Eines der ältesten und grössten Petersburger Schiffbauunternehmen, die Admiralitätswerft, will ihr Betriebsgelände im Stadtzentrum an der Newa räumen und eine neue Werft bei Kronstadt bauen. Das alte Territorium soll an die Stadt übergehen im Tausch gegen die Finanzierung des Umzugs und eine Unterstützung des Projekts, schreibt der „Kommersant“. Der Bau der neuen Anlage soll rund eine Milliarde US-Dollars kosten.

Für die Stadt könnte dieser Umzug viele Vorteile bieten – neben attraktiver Gewerbefläche im Zentrum würde die Werft Platz für neue Strassen und Brücken freimachen, deren Bau zur Lösung der Verkehrsprobleme dringend nötig sind. Noch sind aber noch viele Fragen offen – zum Beispiel, ob die neue Werft Teil eines Industriekomplexes werden soll, der unter anderem Technik für die Ölförderung in der Polarregion herstellt, oder selbstständig bleibt.

Was wird aus den U-Booten?

Unklar ist auch, was aus der U-Boot-Zweig werden soll, von dem die einen sagen er sei (da staatlich gefördert) der einzig profitable, während andere finden, das Rüstungsgeschäft habe keine Zukunft. In der Werftdirektion gibt es auch Stimmen, die ironisch danach fragen, womit man denn nach Kronstadt umziehen wolle, weil die veraltete Ausrüstung ihrer Meinung nach besser verschrotten würde.

Starke Abhängigkeit von Vater Staat

Die Zukunft des Unternehmens, das zum Konzern „OAO Westliches Schiffbau-Zentrum“ gehört, hängt stark von den Bestellungen des russischen Staats ab. Wie andere russische Werften hat sich auch die Admiralitätswerft nach der Privatisierung hauptsächlich dank Rüstungsaufträgen über Wasser gehalten, während nur wenige Projekte für die Zivilschifffahrt entwickelt wurden. Daneben gehören die Instandhaltung, Modernisierung und Reparatur von Schiffen aller Art zu ihrem Gebiet.

Bild: Wikimedia Commons
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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

1 Kommentar

  1. realsatire sagt:

    Die freiwerdende Filestückchen an Grundstücken werden dann sicher bei den „gleicheren“ erfolgreichen Unternehmern landen. Also Leuten die mit Tatkraft und Erfindungsreichtum Ihr Geld verdienen (und nicht dadurch das sie die Offshore-Kontonummer eines Entscheiders kennen oder gar mit der Stadtregierung verwandt sind).

    Die einzigen Kriterien die auch im internationalen Wettbewerb zählen sind Qualität, Preis und Service.
    Aus diesem Grund sind die ganzen hiesiegen Unternehmen auch global so erfolgreich, den wer eine russische Auschreibung gewonnen hat, der hat sich Dank der Qualität seiner Produkte, des Preis und seines Services durchgesetzt!

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