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Mutmassliche Teilnehmer an der Schiesserei in der Dumskaja festgenommen

Von   /  14. Oktober 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- (aktualisiert>>>) Nach der nächtlichen Schiesserei vom 21. September in der Dumskaja Strasse unweit des Newski Prospekts hat die Polizei nach eigenen Angaben  sieben mutmasslicheTeilnehmer verhaftet. In dieser Nacht war eine Gruppe von 20 bis 30 Personen zu den beiden Klubs „Poison“ und „Quarenghi“ gezogen und hatte das Feuer aus Luftpistolen eröffnet. Dabei wurden Mitglieder des Wachdienstes durch Plastikkugeln verletzt.

Es wird angenommen, dass es sich um einen organisierten Racheakt von Kaukasiern handelte, die am Vortag von den Türstehern des „Poison“- Klubs zurückgewiesen worden waren. Filmaufnahmen des Krawalls im Internet haben eine breite Diskussion über die Klubs an der Dumskaja Strasse und die öffentliche Sicherheit entfacht.

Klubinhaber kritisieren mangelnde Sicherheit

Während die Klubinhaber die Aufregung für übertrieben halten, fordern Politiker harte Massnahmen. Der Stadtabgeordnete Ewgeni Martschenko von „Einiges Russland“ schlug vor, entweder die Klubs alle zu schliessen oder sie zur besseren Kontrolle in einem Viertel zu zusammen zu fassen.

Andere kritisieren die mangelnde Sicherheit und schleppende Ermittlungen in dem Fall. Die Gruppierung „Vesna“ (Frühling), die sich für eine Verschönerung der Stadt einsetzt, hat an einer einstündigen Protestaktion mit Unterschriftensammlung die Leitung der Petersburger Polizei dazu aufgefordert, entweder die nächtlichen Schützen zu verhaften oder zurück zu treten.

Festnahmen bei Polizeiaktion

Mittlerweile wurden am 13. Oktober während einer koordinierten Polizeiaktionen mit mehreren Wohnungsdurchsuchungen sieben Verdächtige festgenommen und eine Reihe von Luftpistolen sichergestellt. Unter den Verhafteten, die alle aus der Republik Dagestan stammen, befinden sich drei Kampfsportler, darunter Jusbekow Malik, Europameister und Weltmeister.

An der Dumskaja sind eine ganze Reihe von Klubs, wie „Datscha“, „Fidel“, „Poison“ und „Quarenghi“ untergebracht, die sich ende der Neunzigerjahre in den leerstehenden Geschäften eingemietet haben und bei Studenten und Expats beliebt sind. Schon seit Jahren wird über die Zukunft der zentral gelegenen Liegenschaften unweit des Kaufhauses „Gostiny Dwor“ spekuliert. Projekte zur Umwandlung der Lokale unter den Laubengängen in teure Geschäfte liegen vor, und die momentanen Inhaber erwarten eine starke Erhöhung der Mieten. (eva)

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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