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Abramowitsch übernimmt “Neu-Holland”- Baustelle

Von   /  20. November 2010  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Wie erwartet gewann das Bauunternehmen von Multimilliardär Roman Abramowitsch die Ausschreibung für Umbau und Sanierung der Kanalinsel TOPTICKER.- “Nowaja Gollandia”. Am 15. November wurden symbolisch die Kuverts geöffnet und der Gewinner Auftragsvergabe bekannt gegeben: die “Nowaja Gollandia Development” (NGD) – ein Bauunternehmen, das dem Oligarchen Roman Abramowitsch gehört. Obschon sich als Konkurrent auch “Meridian” mitgeboten hatte, stand der Gewinner im Prinzip schon lange vorher fest. Es wird angenommen, dass die beiden Firmen miteinander verknüpft sind.

Nur Abramowitschs Imperium konnte die hochgesteckten Bedingungen erfüllen: Bis am 9. November musste ein Depot von einer Milliarde Rubel (rund 30 Millionen Dollar) auf ein Sperrkonto der Bank St. Petersburg einbezahlt werden, zu deren Miteigentümern der Sohn von Gouverneurin Sergei Matwijenko gehört. Dieses Geld wird der Investor erst nach einer Frist von ein bis drei Jahren zurück erhalten – und nur unter der Bedingung, dass er innerhalb eines Jahres mindestens dieselbe Summe in das Projekt investiert hat, ansonsten fällt das Geld der Stadtkasse zu. Wie die St. Petersburg Times schreibt, konnte der Besitzer der Firma „Meridian“ nicht ermittelt werden – darum wird angenommen, dass sie mit NGD verknüpft ist.

Auf der ehemaligen Werft zwischen Moika- und Admiralteiiski-Kanal aus der Zeit Peters des Grossen, soll ein multifunktionales Zentrum entstehen. Obschon das bisherige Projekt des britischen Star-Architekten Norman Forster strenge denkmalschützerische Auflagen enthielt, wurden bereits wertvolle historische Gebäude beschädigt. Dies und die Nichteinhaltung der Fristen führten zur Kündigung des Vertrags mit dem bisherigen Investor Mercury-Development.  Die Kosten waren ursprünglich auf 320 Millionen Dollar festgesetzt worden – aber schon 2008 schätzte man sie auf 800 Millionen Dollar. (eva)

Bild: Wikimedia Commons

www.sptimes.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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