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Abramowitsch investiert weiter in Russlands Infrastruktur – „Wedomosti“

Von   /  19. Dezember 2008  /  Keine Kommentare

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rian.- Der russische Oligarch Roman Abramowitsch hat das Kontrollpaket eines weiteren Verkehrsbauunternehmens gekauft, schreibt die russische Zeitung „Wedomosti“. Valeri Abramson, Aufsichtsratsvorstizender der von Abramowitsch kontrollierten geschlossenen Aktiengesellschaft Infrastruktura, teilte „Wedomosti“ mit, dass das Unternehmen bereits im Sommer 61 Prozent des Generalauftragnehmers „Uprawlenije Metrostroja“ gekauft habe. Das Anteilspaket sei bei einer Gruppe von Privatpersonen erworben worden, sagte Abramson, gab jedoch deren Namen nicht preis.

Über den Wert des Deals verweigerten Abramson und Jewgeni Tschumakow, Generaldirektor von Uprawlenije Metrostroja, gestern jede Auskunft. Tschumakow sagte lediglich, aufgrund der Ergebnisse von 2008 werde sich der Umfang der erschlossenen Geldmittel auf sieben Milliarden Rubel belaufen, im kommenden Jahr könne er bei zehn bis elf Milliarden Rubel liegen. (1 Euro = ca. 40 Rubel.) Aus Verhandlungskreisen heißt es, dass es sich um etwa 40 Millionen Dollar handeln solle.

Laut Abramson gehört die in diesem Jahr gegründete Infrastruktura AG inzwischen zu den landesweit größten Engineering-Holdings. Im März dieses Jahres unterzeichnete die Gesellschaft einen Vertrag mit der deutschen Herrenknecht, die für sie den weltgrößten Tunnelbohrer mit einem Durchmesser von 19 Meter und einem Preis von ca. 100 Millionen Euro herstellen wird.

Die Infrastruktura AG will sich an allen großen Infrastrukturprojekten in Moskau, Sankt Petersburg, Sotschi und anderswo beteiligen. Abramson schließt nicht aus, dass die Gesellschaft noch einige Tunnelbohrer für den Bau von großen Tunnels kaufen werde.

Der Staat beabsichtige, für die Infrastrukturprojekte enorme Gelder bereitzustellen, diese Richtung sei sehr aussichtsreich, sagte Andrej Korotkow von der Moskommerzbank. Russlands Regierung will in den kommenden 21 Jahren 170 Billionen Rubel für den Ausbau der Transportinfrastruktur ausgeben.

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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