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500 Gäste feiern den Deutschen Nationalfeiertag und 50 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Dresden und Sankt-Petersburg

Von   /  4. Oktober 2011  /  Keine Kommentare

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mm – Mit über 500 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur wurden gestern im Michailowski „Ingenieur“ Schloss der Tag der Deutschen Einheit begangen. Angeführt von Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Dresdens Erstem Bürgermeister Dirk Hilbert wurden an diesem Tag auch das 50 Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Sankt Petersburg und Dresden gefeiert. Nachdem die 89 Köpfige Delegation aus Sachsen Gespräche mit dem neuen Gouverneur Gregorij Poltawchenko geführt hat, wurde die Stadt Sankt Petersburg am Abend von Beauftragten für Internationale Beziehungen, Alexander Vladimirowitsch Prochorenko vertreten. Ausgerichtet wurde das Fest von amtierenden Generalkonsul Ferdinand von Weyhe.

1961 bis Heute von Leningrad bis Sankt-Petersburg

Dirk Hilbert: „Wie man bei einer Goldenen Hochzeit auf die vergangenen Jahrzehnte, auf den gemeinsam beschrittenen Weg zurückblickt, so will auch ich an dieser Stelle noch einen ganz kurzen Rückblick auf die Geschichte unserer Städtepartnerschaft wagen. Gefunden haben sich beide Städte bereits in den 1950er Jahren. An Größe waren und sind sie verschieden, aber wie man immer so schön sagt: Es kommt auf die inneren Werte an. Und als diese kann man ganz gewiss den beiderseitigen Hang zu Kunst und Kultur sowie das Streben danach, ein bedeutendes Zentrum von Wirtschaft und Wissenschaft zu sein, bezeichnen. Gemeinsamkeiten also, die dazu führten, dass das damalige Leningrad und Dresden 1961 ihre Städteverbindung eingingen. Wie in jeder Partnerschaft gab es im Laufe der Jahre Höhen und Tiefen in den Beziehungen. Aber was unsere Städtepartnerschaft kennzeichnet, ist der Fakt, dass wir uns niemals aus den Augen verloren haben. Partner, die sich von früher kannten, haben immer Kontakt gehalten oder ihre Kontakte nach längerer Zeit wieder aufgefrischt.

Die Städtepartnerschaft zwischen St. Petersburg und Dresden hat auch eine Entwicklung durchgemacht, dank derer wir uns heute auf einem Niveau befinden, wo wir uns zu Fragen und Problemen austauschen, die die Globalisierung unserer Welt mit sich bringen. Wir sind Partner, die für das Wohl ihrer Städte und ihrer Länder zusammenarbeiten – auf allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens.“

So fanden am Vormittag die Themen Verkehrsinfrastruktur und -planung bereits großes Interesse bei den rund zwanzig Vertretern der Petersburger Verwaltung und Unternehmen, die zum Workshop mit den Unternehmen A+S Consult, Baugrund Dresden, EIBS sowie der Dresdner Verkehrsbetriebe AG gekommen waren. Auch dem Beitrag des Stadtplanungsamtsleiters Stefan Szuggat folgten die Partner aus St. Petersburg mit großer Aufmerksamkeit.

Sachsen mit einer Delegation von 89 Vertretern aus Wirtschaft und Politik

Der Gouverneur von St. Petersburg, Georgij Sergejewitsch Poltawtschenko, seit Anfang September 2011 im Amt, traf zum ersten Mal Repräsentanten des Freistaats Sachsen und der Partnerstadt. Der Wunsch nach einer direkten Flugverbindung zwischen Dresden und St. Petersburg war einer der Schwerpunkte des Gesprächs. „Die Stadt St. Petersburg ist Anteilseigner an der russischen Fluggesellschaft Rossija – die Direktverbindung aus Dresden wäre für diese Airline exzellent und könnte die Zahl der russischen Dresdenbesucher weiter steigern – gerade im Hinblick auf das kommende Jahr, wenn wir das 500. Jubiläum der Sixtinischen Madonna feiern, das sicher viele russische Touristen nach Dresden locken wird,“ sagte Dirk Hilbert.

Die Vertreter von Unternehmen, Politik, Verwaltung und Medienvertreter sind anlässlich des Städtepartnerschaftsjubiläums vom 2. bis 5. Oktober in der russischen Partnerstadt von Dresden unter Leitung des sächsischen Ministerpräsidenten und des Ersten Bürgermeisters. Ziel des Besuches ist es u.a. die Zusammenarbeit im Bereich der Automobilindustrie, der Hochschulen, Kooperationen in der Mikroelektronik und Informationstechnologie und im Bereich der Verkehrsinfrastruktur künftig zu verstärken. Als Unterstützer boten sich verschiedene Absolventen sächsischer Hochschulen an, die in St. Petersburg arbeiten. „Diejenigen, die an unseren Hochschulen studiert haben, können als Brücke zwischen Dresden und St. Petersburg dienen – für Unternehmen, Verwaltung und die Universitäten“, so Dirk Hilbert.

Sachsener Malteser im Malteser Schloss
Unter den Besuchern aus Sachsen war auch eine Delegation des Malteser Hilfsdienst, die im Michailowski Schloss an den Erbauer und vormaligen „Grossmeister des Malteserordens“, Zar Paul I. erinnert wurden.

Konzert der Dresdner Philharmonie

Höhepunkte des zweiten Besuchstages werden der Besuch im Goethe-Institut mit der Benennung des größten Unterrichtraums nach Dresden, der Besuch im Rimskij-Korskakow-Konservatorium, das eine langjährige Partnerschaft mit der Musikhochschule Carl Maria von Weber verbindet und das Konzert der Dresdner Philharmonie unter Leitung von Professor Michael Sanderling in der Schostakowitsch-Philharmonie St. Petersburg sein.

Foto: Ministerpräsident Tillich und Gouverner Grigorij Poltawtschenko gov.spb.ru
Text: Markus Mueller, Presse Stadt Dresden

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