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Lenin – Reisen – Shopping – Collagen – die Galerie Borey im November

Von   /  3. November 2009  /  Keine Kommentare

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Eine Ausstellung macht sich über Lenin und Stalin lustig, eine Künstlerin lebt und malt in Peking, ein Grafiker bittet die Konsumgesellschaft an die Kasse, eine Kirgisierin macht in Petersburg Collagen – die Galerie am Liteini-Prospekt eröffnet vom 3. bis 17. November eine Reihe von Ausstellungen.

Von Eugen von Arb

Lenin war gerecht und liebte die Menschen – in zahlreichen Geschichten und Anekdoten wurde in der Sowjetzeit die Weisheit und Selbstlosigkeit des Revolutionären zementiert. So auch in jener Erzählung, in der Lenin sogar seinen besten Freund hinrichten liess, weil dieser Bauern schlecht behandelt hatte.

Unbewusst wird darin die versteckte Grausamkeit des roten Führers aufgedeckt. Natürlich war auch Väterchen Stalin nicht an Güte und Volksnähe zu überbieten. Die volkstümlich-sowjetischen Bastelarbeiten, die von kleinen Statuen bis zu Gemälden reichen und von  der „Genossenschaft Roter Matrose“ zusammen getragen wurden, feiern mit viel Ironie und Sarkasmus das 92-Jahre-Jubiläum des Grossen Oktobers. (3.-7. November)

„Glückliche“ China-Bilder Julia Sopinas

25 Tage sind eine kurze Zeit, um in einem fremden Land von der Perspektive des Touristen auf einen tiefer gehenden Blick umzustellen. Julia Sopina war im Januar während des chinesischen Neujahrsfestes in Peking und hat die Menschen und die Kultur Chinas kennen gelernt – ihnen sind ihre „glücklichen Bilder gewidmet. (10.-21. November)

Der Sensemann sitzt an der Kasse und rechnet ab

„SMS aus dem Jenseits“ – mit dieser Plakatreihe rechnet Sergei Stakanow mit der Gesellschaft des tumben und hohlen Konsums ab. „Der Supermarkt ist rund um die Uhr geöffnet, aber nicht ewig“, meint lächelnd der Sensemann an der Kasse und erinnert die konsumsüchtige Menschheit an ihre Sterblichkeit. Gleichzeitig wird mit jedem abgerechnet, und für alles kriegt man hier die Rechnung. (10.-14. November)

Kirgisien – Ukraine – Russland

Eine sowjetische Globetrotterin ist Grafikerin Irina Baibekowa. 1953 in Kirgisien geboren, absolvierte sie in den Achtzigerjahren ein Kunststudium im ukrainischen Charkow und lebt nun schon seit zwanzig Jahren in Petersburg. Der Öffentlichkeit bisher unbekannt, zeigt die Freelancerin in der Galerie zum ersten Mal ihre abstrakten Arbeiten in einer Ausstellung.(17.-28. November).

Galerie Borey, Liteyni Prospekt 58, Eintritt frei, Informationen unter Tel. 275-38-37; +7-964-395-54-77 oder www.borey.ru .

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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