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3-Tage-Visafreiheit auch für Flugpassagiere – aber nur mit Einschränkungen

Von   /  7. November 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Die Forderung der russischen Tourismusindustrie besteht schon lange und wurde teilweise auch umgesetzt. Seit 2009 können Fähr- und Kreuzfahrttouristen für drei Tage visafrei nach St. Petersburg kommen, was zu einer starken Zunahme von Besuchern geführt hat. Seither verlangen auch andere Städte nach einem solchen Privileg, denn man erhofft sich damit, die jährlichen Touristenzahlen, die derzeit mit 2,1 Millionen etwa auf dem Niveau von Honduras oder Laos liegen, stark zu steigern.


Die russische Staatsduma hat deswegen mit einem Gesetz die dreitätige Visafreiheit auf Flugpassagiere ausgeweitet, allerdings mit weitgehenden Einschränkungen und einer sehr protektionistischen Note. Erstens sollen nur Transitpassagiere der folgenden russischen Flughäfen von der Visapflicht befreit werden: Petersburg, Moskau (Domodjedowo, Vnukovo, Scheremetjewo), Kasan, Jekaterinburg, Sotschi, Chabarowsk, Nowosibirsk, Wladiwostok und Kaliningrad.

Zweitens kommen nur Staatsbürger von 20 Ländern in den Genuss der Erleichterung, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Frankreich, Finnland, Belgien, Polen, Schweden, USA, Kanada, Australien, Japan, China, Singapur, usw. Und drittens, gilt die dreitägige Visumsbefreiung nur für Passagiere russischer Airlines – Rossia, Aeroflot, Transaero, Utair und S7. Diese können dank dieser protektionistischen Regelung ihre Gewinne kräftig erhöhen, so wird allein im Fall von Aeroflot mit zusätzlichen Einnahmen von 30 Milliarden Rubel gerechnet.

Passdaten von Russlandreisenden werden abgefragt

Die Bestimmung wird mit Sicherheitsfragen begründet. Offenbar werden schon bei der Reservierung von Reisen vom russischen Migrationsdienst die Passdaten der Passagiere abgefragt, um allfälligen unerwünschten Personen bereits im Anfangsstadium eine Absage zu erteilen. Und natürlich hat man mit dieser Praxis bei russischen Airlines am wenigsten Probleme.

Auf Anfrage wurde die neue Regelung von der Pulkowo-Flughafenleitung begrüsst. Allerdings würde man sich dort in Zukunft eine Ausweitung der dreitägigen Visafreiheit auf weitere Nationen und Fluggesellschaften wünschen. (eva)

Bild: Wikimedia Commons

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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