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250-Jahre-Jubiläum der Eremitage – prachtvoll und teuer

Von   /  25. Dezember 2013  /  Keine Kommentare

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TOPTICKER.- Im kommenden Jubiläumsjahr der Eremitage wird eine ganze Reihe neuer Gebäulichkeiten eröffnet, die für teures Geld errichtet oder erneuert wurden. Der 250. Geburtstag wird ausserdem mit einem aufwändigen Kulturprogramm gefeiert werden.

Höhepunkt des Eremitage-Jahrs werden der Ball zu Ehren der Gründerin des Museums Katharina der Grossen und das Fest auf dem Schlossplatz am 7. Dezember 2014 sein. Dabei plant das Museum laut seine, Direktor, der Bevölkerung zu demonstrieren, wie auf dem Schlossplatz gefeiert werden kann, ohne den wertvollen Kunstsammlungen darum herum zu schaden.

Eremitage-Direktor Michail Piotrowski hat in der Vergangenheit immer wieder gegen Konzerte und andere spektakuläre Veranstaltungen auf dem Schlossplatz protestiert, weil diese angeblich den Bildern im Museum schaden.

Kunstbiennale-„Manifesta-10“

Der ganze Geburtstag wird noch bis 2015 und 2016 dauern und von einem und von einem umfangreichen Kulturprogramm begleitet. Die wichtigste Veranstaltung wird die „Manifesta-10“-Kunstbiennale im Generalstab und im Winterpalast sein, die das
Thema „Historisches Erbe im Kontext zur Gegenwart“ beeinhaltet.

Im Winterpalast wird ausserdem eine Ausstellung zur Hofkultur und zum Leben der Zarenfamilie gezeigt, und eine weitere Sonder-Ausstellung behandelt das wenig beachtete Thema der Vitrinen – Ausstellungskultur und Rennovation. Schon im Januar wird in einer speziellen Ausstellung das Leben in der Eremitage während der Blockade 1941-44 vor Augen geführt.

Exkursionen aufs Dach des Winterpalasts

Dabei können die Luftschutzkeller des Museums und die Dächer des Museums besichtigt werden, auf denen Fliegerbeobachter während des Kriegs Ausschau hielten. Die Exkursionen aufs Dach sollen in Zukunft zum Standardrepertoire des Museums gehören.

Die teursten „Geburtstagsgeschenke“ bestehen allerdings aus mehreren Bauten, die den russischen Staat allein 2014 drei Milliarden Rubel kosten werden. Das teuerste und wichtigste Projekt ist der Ausbau des Ostflügels im Generalstabsgebäude, der fünf Jahren dauerte und allein 15 Milliarden Rubel gekostet hat.

Ständige Ausstellung mit Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert

Im kommenden Dezember wird dort die ständige Ausstellung mit europäischer Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert eröffnet. Dort soll auch die Sammlung von Sergei Schukin und Iwan Morosow gezeigt werden, deren Überstellung nach Moskau im Frühling vom Puschkin-Museum gefordert worden war und einen landesweiten Skandal ausgelöst hatte.

Ausserdem wird die kleine Eremitage wird nach der Renovation eröffnet, und im Bezirk „Staraja Derevnja“ wird eine weitere Etappe der neuen Aussenstelle der Eremitage für 4,4 Milliarden Rubel fertiggestellt. Der dritte und letzte Teil wird in diesem kommenden Jahr vergeben und in weiteren vier Jahren beendet. Am Newaufer wird ausserdem ein frisch ausgebautes Gebäude für Administration, Labors und Magazine für 2,3 Milliarden Rubel eröffnet.

Kriegsmuseum in der alten Börse?

Überraschend für alle an der Pressekonferenz der Museumsleitung war der Vorschlag Piotrowskis, im alten Börsen-Gebäude auf der Strelka die Heraldik-Sammlung der Eremitage unterzubringen und dort ein Kriegsmuseum einzurichten. Bis vor kurzem war in der Börse das Kriegsmarinemuseum untergebracht, das mittlerweile umgezogen ist. Laut Piotrowski ist das der beste Vorschlag für die Neunutzung des Börsengebäudes, und das Museum hat bereits entsprechende Vorschläge an den Gouverneur und an das Kulturministerium eingereicht.

Bild: Eugen von Arb/ SPB-Herold

www.fontanka.ru

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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