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14 Kinder ertrinken bei Schiffsunglück in Karelien

Von   /  19. Juni 2016  /  Keine Kommentare

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eva.- 14 Kinder sind ertrunken als die Gruppe eines Ferienlagers auf dem Sjamosera-See in ein Unwetter geriet. Das Unglück passierte am 18. Juni, wurde aber erst am 19. Juni bekannt, weil sich die Opfer zuerst auf eine Insel auf dem See retteten und offensichtlich niemand nach ihnen suchte. Ein Mädchen wurde laut newsru.com ans Ufer geschwemmt und benachrichtigte im nächsten Bauerndorf die Rettungskräfte.

Insgesamt waren 51 Personen in Booten unterwegs.  Da die Lagerteilnehmer aus Moskau stammen, hat sich der dortige Gouverneur Sergei Sobjanin eingeschaltet. Die Kinder kamen alle aus Kinderheimen oder sozial schwierigen Familien, und das Lager war von der Moskauer Sozialbehörde organisiert worden. Die staatliche Ermittlungsbehörde SKR hat bereits eine Untersuchung eingeleitet.

Schlechte Bedingungen im Lager schon früher kritisiert

Mittlerweile wurde bekannt, dass über das „Parkhotel Sjamosera“, einem ehemaligen Lager für Pioniere, schon früher Beschwerden eingegangen waren. Demnach wohnten die Kinder dort in durchlöcherten Zelten mit feuchter Bettwäsche, froren und hungerten zeitweise. Die zuständigen Behörden  hatten die Verstösse jedoch als nicht ernsthaft beurteilt. Der stellvertretende Direktor des Pensionats, sowie zwei Instruktorinnen wurden bereits festgenommen.

Die Verantwortlichen waren vor dem Unglück auf die drohende Gefahr eines Wetterumsturzes aufmerksam gemacht worden, hatten die Warnung jedoch missachtet. Der Katastrophenschutz MtschS hatte mit einem SMS-Versand vor dem Sturm gewarnt. Ausserdem hatte das Ferienheim keine Genehmigung zur Durchführung solcher Schiffsfahrten.

Bild: Wikimedia Commons

www.newsru.com

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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