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Umstrittener Stockmann-Bau am Newski-Prospekt klammheimlich eröffnet

Von   /  18. November 2010  /  Keine Kommentare

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eva.- Hinter verschlossenen Türen feierte eine ausgesuchte Gästeschar vergangene Woche die Eröffnung von Stockmanns gigantischem Einkaufs- und Businesszentrum am Newski Prospekt (Fotogalerie). Unter den Geladenen im “Newski Zentr” befanden sich der Petersburger Vizegouverneur Michail Osejewski, die finnische Premierministerin Mari Johanna Kiviniemi sowie der Stockmann-Generaldirektor Hannu Penttilä.


Das siebenstöckige Zentrum, für dessen Bau 2006 ein ganzer historischer Häuserblock an der Ecke Newski-Prospekt/ Uliza Vostania abgerissen worden war, ist die grösste Stockmann-Filiale in Russland und das zweitgrösste weltweit.

Es besitzt eine Gesamtfläche von 98.000 Quadratmetern, wovon Stockmann auf fünf Etagen rund einen Fünftel beansprucht. Unter den Geschäften finden sich Filialen von Dior, Shiseido, H&M, Vero Moda, Jack&Jones, sowie Lindex und Seppala, die zum Stockmann-Konzern gehören, schreibt Fontanka.ru.

Weitere Stockmann-Filiale ab 2011 in Jekaterinburg

Insgesamt sind 14 Restaurants und Cafés in dem Komplex untergebracht, darunter das Dachrestaurant “Moskwa” im sechsten Stock, das zur Ginza Project-Gruppe gehört. Der Bau kostete rund 185 Millionen Euro – die nächste Stockmann-Filiale soll im kommenden Jahr in Jekaterinburg öffnen.

Der Stockmann-Bau hatte einen denkmalschützerischen Skandal ausgelöst, nachdem ersichtlich wurde, dass auf das historisch kaschierte Gebäude weitere drei bis vier verglaste Etagen aufgesetzt worden waren. Trotz Protesten wurde der Bau der vollendet, wobei das Bewilligungsverfahren bisher unklar blieb. Neben der weit überschrittenen Höhe wurden auch die Arkaden im Erdgeschoss kritisiert, die nicht dem historischen Bau entsprechen.

Bilder: Eugen von Arb/ SPB-Herold

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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