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Künstler-Hooligans zeigen Sicherheitskräften Stinkefinger mit Phallus-Symbol auf Brücke

Von   /  16. Juni 2010  /  1 Kommentar

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Schwanz

TOPTICKER.- In der Nacht vom 14. auf den 15. Juni wurden wie üblich die Newa-Brücken für den Schiffsverkehr hochgeklappt – so auch die Liteiny-Brücke. Doch als sie oben war, staunte man nicht schlecht: Ein 65 Meter grosser Phallus zierte die Brücke – eine Blitz-Aktion der Künstlerhooligan-Gruppe “Voina” (Krieg). Dank präziser Vorbereitung gelang es drei Personen innerhalb einer Minute kurz vor dem Hebemanöver das Glied auf den Brückenboden zu zeichnen.


Obschon auch Polizei und Brückendienst den Skandal innert Kürze bemerkten, konnte der Phallus aus technischen Gründen erst nach Stunden mittels zweier Feuerwehrfahrzeuge entfernt werden. Innerhalb dieser Zeit versammelten sich viele Schaulustige vor der Brücke, um das Spektakel festzuhalten. Sogar einige Touristenbusse machten nach dem Bekanntwerden eine Extratour zur “Phallus-Brücke”, schreibt “Moi Rayon”.

Protest gegen Sicherheitsvorkehrungen während des Wirtschaftsforums

Wie die Gruppe gegenüber den Medien verlauten liess protestierte sie damit gegen die massiven Sicherheitsvorkehrungen während des Petersburger Wirtschaftsforums (PEF), das am 17. Juni beginnt. Nicht zufällig befindet sich die Liteiny-Brücke praktisch gegenüber dem “Grossen Haus”, dem Petersburger Geheimdienst-Hauptquartier.

Einer der “Voina”-Aktivisten wurde noch am Tatort festgenommen, und nach zwei Tagen im Gefängnis wieder frei gelassen. Es handelte sich um Leonid Nikolajew, der den Künstlernamen Lenja E****ny trägt und schon durch ähnlich spektakuläre Aktionen bekannt geworden ist. Am 20. Mai rannte er unweit des Moskauer Kremls über eine Kreuzung und sprang mit einem blauen Pastikkübel auf dem Kopf auf einen parkierten Wagen des Sicherheitsdienstes mit Blaulicht. Der Film dieser Aktion machte im Internet Furore (siehe unten). Im ganzen Land ist der blaue Kübel so zum Symbol für den Machtmissbrauch der Klasse mit den Blaulichtern geworden.

Bild: www.fishki.net

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Über den Autor

Eugen von Arb lebt in St. Petersburg, ist Co-Herausgeber der SPZ Online.

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