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	<title>Kommentare zu: Kommentar: Geld und Geltung bauen Türme</title>
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	<description>Das Sankt Petersburg Portal in deutscher Sprache - Lesen und Schreiben sie mit !</description>
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		<title>Von: Markus Mueller</title>
		<link>http://www.spzeitung.ru/2010/01/kommentar-geld-und-geltung-bauen-turme/comment-page-1/#comment-3646</link>
		<dc:creator>Markus Mueller</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 20:34:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spzeitung.ru/?p=389538#comment-3646</guid>
		<description>Liebe Frau Meyer - vielen Dank für Ihren Kommentar 
- sie haben zweifellos Recht - aber um wieviel ärmer wäre die Stadt und die Welt wenn hier &quot;immer so Vernüftig&quot; gebaut worden wäre ? 

Wie ich mit meinem Kommentar aufzeigen möchte sind die Gründe für solche Megaprojekte nie rein &quot;rational&quot;. 
Sicher hätte auch das Geld welches seinserzeit für die Erstellung und den Ausbau der Eremitage oder des Katharinenpalast oder aktueller für die Renovierung des Bernsteinzimmers verwendet wurden, in einer zivileren Anwendung mehr Früchte fürs Volk gebracht. (Verzeihen sie mir den flapsigen Nachsatz  &quot;und auch den heutigen Unterhalt erspart&quot;)...  

Im Übrigen bin ich keineswegs der Meinung, dass das  Ochtazentrum ein Zuschussgeschäft für Gazprom wird. 

Die Immobilienpreise insgesamt sind nicht gefallen steigen zum Teil wieder, die Office Mieten sinken noch, aber gute Lagen sind wie immer teuer. Bis der Turm fertig ist brummt die Wirtschaft wieder und die Vermietungspreise sind auf Vorkrisennivau. In jedem Fall kann dort der Maximum Preis verlangt werden. Und Gazprom kann den Turm ggf. sogar weitgehend selbst nutzen, ggf. ein paar Arbeitsplätze aus Moskau &quot;dezentralisieren&quot; was dem Staat und der Firma sicher gut täte. 

Die Stadt hat sich aus dem Projekt zurückgezogen. Sicher stimmen sie mir zu das Gazprom kann als grösster Steuerzahler in Russland, der ja die Ertragsseite repräsentiert, nicht für die Fehler und Fragezeichen der Städtischen Haushaltspolitikpolitik verhaftet werden. 

Fragwürdige öffentliche Ausgaben und Stadthaushalte gibts auch in Deutschland. 
Da stört mich das die grössten Steuerzahler nicht die Grosskonzerne und Banken sind welche bislang die grossen Summen an Krisenstütze einsacken sonst aber ihre Steuer im Ausland optimieren. Gazprom investiert dagegen - auch wenns nach reinem Prestigebau aussieht - ganz eigennützig in die Zukunft. 

Bezüglich der Baurenoviereung - Immerhin wurden hier in Sankt Petersburg seit &quot;vor dem Stadtgeburtstag im Jahr 2003&quot; schon ordentlich viel in die Infrastruktur und das Stadtbild investiert. ggf. sogar zugunsten der Denkmäler mehr Geld in Baubudget verplant als sonst in die Strassen. Das die Strassen insgesammt schlecht sind mache ich eher an der Korruption fest. 

Ok bei uns ist es noch nicht so schön wie in den neuen Bundesländern aber bereits über dem Niveau von Wuppertal oder anderen &quot;zwangsverwalteten überschuldeten Komunen&quot; im Westen. 

Zu Guter Letzt bleiben sie uns als Leserin treu - &quot;und ist die Redaktion noch so klein, sie darf geteilter Meinung sein&quot;  - meine Kollegen sind alle ausgemachte Kritiker des Turms. 
In diesem Sinne meine besten Wünsche fürs neue Jahr.

Hochachtungsvoll 

Ihr Markus Müller</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Frau Meyer &#8211; vielen Dank für Ihren Kommentar<br />
- sie haben zweifellos Recht &#8211; aber um wieviel ärmer wäre die Stadt und die Welt wenn hier &#8220;immer so Vernüftig&#8221; gebaut worden wäre ? </p>
<p>Wie ich mit meinem Kommentar aufzeigen möchte sind die Gründe für solche Megaprojekte nie rein &#8220;rational&#8221;.<br />
Sicher hätte auch das Geld welches seinserzeit für die Erstellung und den Ausbau der Eremitage oder des Katharinenpalast oder aktueller für die Renovierung des Bernsteinzimmers verwendet wurden, in einer zivileren Anwendung mehr Früchte fürs Volk gebracht. (Verzeihen sie mir den flapsigen Nachsatz  &#8220;und auch den heutigen Unterhalt erspart&#8221;)&#8230;  </p>
<p>Im Übrigen bin ich keineswegs der Meinung, dass das  Ochtazentrum ein Zuschussgeschäft für Gazprom wird. </p>
<p>Die Immobilienpreise insgesamt sind nicht gefallen steigen zum Teil wieder, die Office Mieten sinken noch, aber gute Lagen sind wie immer teuer. Bis der Turm fertig ist brummt die Wirtschaft wieder und die Vermietungspreise sind auf Vorkrisennivau. In jedem Fall kann dort der Maximum Preis verlangt werden. Und Gazprom kann den Turm ggf. sogar weitgehend selbst nutzen, ggf. ein paar Arbeitsplätze aus Moskau &#8220;dezentralisieren&#8221; was dem Staat und der Firma sicher gut täte. </p>
<p>Die Stadt hat sich aus dem Projekt zurückgezogen. Sicher stimmen sie mir zu das Gazprom kann als grösster Steuerzahler in Russland, der ja die Ertragsseite repräsentiert, nicht für die Fehler und Fragezeichen der Städtischen Haushaltspolitikpolitik verhaftet werden. </p>
<p>Fragwürdige öffentliche Ausgaben und Stadthaushalte gibts auch in Deutschland.<br />
Da stört mich das die grössten Steuerzahler nicht die Grosskonzerne und Banken sind welche bislang die grossen Summen an Krisenstütze einsacken sonst aber ihre Steuer im Ausland optimieren. Gazprom investiert dagegen &#8211; auch wenns nach reinem Prestigebau aussieht &#8211; ganz eigennützig in die Zukunft. </p>
<p>Bezüglich der Baurenoviereung &#8211; Immerhin wurden hier in Sankt Petersburg seit &#8220;vor dem Stadtgeburtstag im Jahr 2003&#8243; schon ordentlich viel in die Infrastruktur und das Stadtbild investiert. ggf. sogar zugunsten der Denkmäler mehr Geld in Baubudget verplant als sonst in die Strassen. Das die Strassen insgesammt schlecht sind mache ich eher an der Korruption fest. </p>
<p>Ok bei uns ist es noch nicht so schön wie in den neuen Bundesländern aber bereits über dem Niveau von Wuppertal oder anderen &#8220;zwangsverwalteten überschuldeten Komunen&#8221; im Westen. </p>
<p>Zu Guter Letzt bleiben sie uns als Leserin treu &#8211; &#8220;und ist die Redaktion noch so klein, sie darf geteilter Meinung sein&#8221;  &#8211; meine Kollegen sind alle ausgemachte Kritiker des Turms.<br />
In diesem Sinne meine besten Wünsche fürs neue Jahr.</p>
<p>Hochachtungsvoll </p>
<p>Ihr Markus Müller</p>
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	<item>
		<title>Von: Hedi Meyer</title>
		<link>http://www.spzeitung.ru/2010/01/kommentar-geld-und-geltung-bauen-turme/comment-page-1/#comment-3643</link>
		<dc:creator>Hedi Meyer</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 16:58:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spzeitung.ru/?p=389538#comment-3643</guid>
		<description>Eine ebenso grosse Herausforderung wie der Bau eines Turms kann auch der Verzicht auf einen solchen sein - Petersburg bietet Schönheit genug, um Millionen von Touristen anzulocken.

Es erstaunt mich, dass jene Milliarden, die für den Gazprom-Protzturm ohne Probleme aufgetrieben werden, offenbar für den Unterhalt &quot;normaler&quot; Architekturdenkmäler nicht vorhanden sind. Der Verfall hunderter hochrangiger Bauten in der Stadt, die &quot;unter Denkmalschutz&quot; stehen, ist beschämend.

Vielleicht hätten die Sankt Petersburger etwas mehr Verständnis für die Bauträume von &quot;Geld und Geltung&quot;, wenn das Strassennetz ihrer Stadt in einem ebenso tadellosen Zustand wäre wie in Dubai. Da ich in beide Städte besucht habe, kann ich vergleichen. Die russischen Löcherpisten finde ich ebenso ärgerlich wie peinlich.

 Als Steuerzahler würde es mich frustrieren, wenn ich zuschauen müsste, wie das Budget statt für die &quot;Grundversorgung&quot; für das Geprotze der Ölmultis verschleudert wird. Soviel ich weiss, wollte die Stadtregierung bis vor kurzem noch einen Grossteil des Turms aus eigener Kasse finanzieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine ebenso grosse Herausforderung wie der Bau eines Turms kann auch der Verzicht auf einen solchen sein &#8211; Petersburg bietet Schönheit genug, um Millionen von Touristen anzulocken.</p>
<p>Es erstaunt mich, dass jene Milliarden, die für den Gazprom-Protzturm ohne Probleme aufgetrieben werden, offenbar für den Unterhalt &#8220;normaler&#8221; Architekturdenkmäler nicht vorhanden sind. Der Verfall hunderter hochrangiger Bauten in der Stadt, die &#8220;unter Denkmalschutz&#8221; stehen, ist beschämend.</p>
<p>Vielleicht hätten die Sankt Petersburger etwas mehr Verständnis für die Bauträume von &#8220;Geld und Geltung&#8221;, wenn das Strassennetz ihrer Stadt in einem ebenso tadellosen Zustand wäre wie in Dubai. Da ich in beide Städte besucht habe, kann ich vergleichen. Die russischen Löcherpisten finde ich ebenso ärgerlich wie peinlich.</p>
<p> Als Steuerzahler würde es mich frustrieren, wenn ich zuschauen müsste, wie das Budget statt für die &#8220;Grundversorgung&#8221; für das Geprotze der Ölmultis verschleudert wird. Soviel ich weiss, wollte die Stadtregierung bis vor kurzem noch einen Grossteil des Turms aus eigener Kasse finanzieren.</p>
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