Strassenhunde – Bestien oder Opfer von Tierquälern?
TOPTICKER.- Mit der Gesetzesvorlage für Hundehalter ist auch die Diskussion über den Umgang mit den wieder entfacht worden. Von den einen werden die Tiere als angriffslustige Bestien gesehen, die das Leben von harmlosen Passanten und Kindern gefährden. Wie Fontanka.ru schreibt, werden in gewissen Stadtteilen und Vororten tatsächlich fast täglich Leute von Hunden angefallen und teilweise gebissen. Neben Bisswunden und einem Schock tragen die Opfer zusätzlich das Risiko einer Tollwutansteckung und müssen sich einer aufwändigen Impfprozedur unterziehen.
Andere sehen die Tiere als Opfer der Menschen, die sie quälen und sie unmöglichen Lebensbedingungen aussetzen. Die Firma Speztrans, die im Auftrag der Stadt Hunde sterilisiert, wird von Tierschützern verdächtigt, Tiere zu vergiften.
Gesetze für Hundehalter zwecklos ohne Lösung für Strassenhunde
In beiden Lagern ist man sich einig: Gesetze für Hundehalter sind wertlos, wenn das Problem der Strassenhunde nicht gelöst sind. Zwar gehen auch hier die Meinungen auseinander – laut einer Umfrage von Fontanka.ru verlangen 40 Prozent der Leserinnen und Leser eine Sterilisierung und die Haltung in Tierheimen, 28 Prozent plädierten für das Einschläfern der herrenlosen Tiere.
Doch selbst für einen Mittelweg ist Petersburg nicht gerüstet. Für geschätzte 7.000 Tiere stehen ganze zwei Tierheime zur Verfügung. Die Mittel für fünf neue Heime wurden kürzlich wegen der Wirtschaftskrise vom städtischen Budget gestrichen. Doch sogar wenn sie eröffnet würden, so stünde Petersburg gegenüber anderen europäischen Städten immer noch schlecht da – in Paris gibt es beispielweise rund 400 solche Heime. (eva)
Bild: Eugen von Arb/SPB-Herold
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In unserem Stadtteil finden zwischen den verschiedenen Rudeln wilder Hunde richtige Bandenkriege statt. Besonders nachts – wenn keine störenden Menschen unterwegs sind gehen die verschiedenen Gruppen aufeinander los, oder legen sie mit den Wachhunden an dem einen oder anderen Tor an. Es lärmt die ganze Nacht, die Hunde rennen im Eifer des Gefechts den wenigen Fahrzeugen vor die Reifen und am nächsten Tag liegt manchmal ein Opfer der Beisserei verendet auf dem Kinderspielplatz.
Früher gab es auch einzelne Hunde, die sich auf der Strasse druchschlagen mussten und von uns oder anderen Mitbürgern durchgefüttert wurden. Sich einer solchen Meute zu nähern ist aber kein Spass mehr.
Sicher ist es keine Lösung die wilden Hunde “en mass” umzubringen oder einzuschläfern, da die Bedrohung aber real ist, und in den letzten Jahren massiv zugenommen hat, fürchte ich geht es den armen Viechern wie in Minsk bald ganz offiziell an den Kragen.